Über Dankbarkeit…

Ihr Lieben,

gar nicht so lange ist mein letzter Blogeintrag nun her – der aufmerksame Leser kann sich sicherlich erinnern 🙂

Aber dieser Eintrag hier schlummert schon seit längerem.
Das Thema heute ist „DANKBARKEIT“.

„Dankbare Menschen sind glücklicher, weniger depressiv, weniger unter Stress und zufriedener mit ihrem Leben und ihren sozialen Beziehungen.[19][22][23] Dankbare Menschen haben auch ihre Umgebung, ihr persönliches Wachstum, ihren Lebenssinn und ihr Selbstwertgefühl besser unter Kontrolle.[24] Dankbare Menschen haben mehr positive Möglichkeiten mit den Schwierigkeiten in ihrem Leben umzugehen, bitten andere Menschen wahrscheinlicher um Unterstützung, wachsen anhand dieser Erfahrung und verwenden mehr Zeit, um zu planen, wie sie mit dem jeweiligen Problem umgehen sollen.[25] Dankbare Menschen haben auch weniger negative Bewältigungsstrategien, versuchen weniger leicht, das jeweilige Problem zu vermeiden oder wegzudefinieren, sie suchen Schuld weniger bei sich selbst oder bewältigen das Problem weniger durch Drogengebrauch.[25] Dankbare Menschen schlafen besser, vermutlich weil sie weniger negative, mehr positive Gedanken vor dem Einschlafen haben.“

Das alles sagt uns Wikipedia 🙏

Nun wäre ich ja nicht ich, wenn ich nicht eigentlich einen ganz anderen, aber doch ähnlichen Blogeintrag schreiben wollte. Denn ich wollte meinen Blogeintrag schon zuerst „eine Ode an mein Immunsystem“ nennen – es wird in diese Richtung gehen :).

Es ist mir nach den jüngsten Ereignissen  noch mehr ein Anliegen, ein Loblied auf meine „andere“ Gesundheit zu singen. Nein, ich werde hier nun nicht die schiefesten Töne zum Besten geben, das gibt das geschriebene Wort leider nicht her. Aber ich habe schon längere Zeit den Gedanken, mich einfach mal bei diesem Ding namens Immunsystem zu bedanken. Das sogar ganz ernsthaft und ohne Jux.

Denn mein Immunsystem startete in jungen Jahren schon den Angriff auf meine Bauchspeicheldrüse und ich wurde somit innerhalb kurzer Zeit im Alter von 5 Jahren zum juvenilen insulinpflichtigen Typ1-Diabetiker. Die Ärzte können sich bis heute die Entstehung eines Typ1-Diabetes nicht erklären, wohl aber die Entstehung des Typ2. Der grundlegende Unterschied ist, dass bei dem Typ1 die Bauchspeicheldrüse kaum bis kein Insulin mehr produziert. Das ist das Hormon, dass im Stoffwechsel dafür sorgt, dass in der Leber die bei der vorherigen Mahlzeit zu sich genommenen Kohlehydrate ordentlich zerteilt verarbeitet und quasi abgebaut werden. Somit also der Gegenspieler der aufgenommenen Energie.

Bei dem Typ2-Diabetes wird noch Insulin produziert, das aber zu langsam und träge und kann somit mit viel Bewegung, gesunder Ernährung und evtl. Tabletten behandelt werden.

Das war aber bei mir nicht der Fall. Die Diabetestherapie sah vor, dass man mit zwei verschiedenen Insulinen arbeitet.

– ein „Langzeitinsulin“, das morgens gespritzt wurde und für den ganzen Tag den grundlegenden Bedarf decken sollte, und
– ein „Normalinsulin“, das eine kürzere Wirkdauer hatte und eine gewisse Zeit vor den Mahlzeiten gespritzt werden musste.

Alles in das Unterhautfettgewebe: Bauch, Beine (also Oberschenkel) oder Po.

Und dazu musste regelmäßig der Blutzucker gemessen werden. Durch einen Pieks in die Fingerkuppe wurde ein Blutstropfen auf den Teststreifen getropft und erst nach 2 Minuten wusste ich meinen aktuellen Blutzuckerwert.

Man kann sich vorstellen, dass das für ein Kind und dessen Eltern alles andere als schön und angenehm war. Und dazu noch die unqualifizierten Kommentare mancher Dorfmitbewohner 🙄 „das hast jetzt davon, dass du immer Sahnebonbons genascht hast“ – und das ausgerechnet von derjenigen, die immer alle Kinder mit Bonbons versorgt hatte, die an ihrem Garten vorbei liefen (und das taten alle Kinder natürlich absichtlich öfters, weil sie ja wussten, da sind Bonbons zu bekommen 😅🤷‍♀️).

Jedenfalls war es im Kindesalter nicht einfach mit dem Diabetes. Bei Geburtstagsfeiern meiner Freunde hatte ich immer mein eigenes vorab abgemessenes Essen dabei, denn man konnte früher nicht „einfach so“ ein Kuchenstück genau abschätzen und wusste ja auch nicht, mit welchem Rezept dieser Kuchen gebacken wurde und wo sich in welcher Höhe die Kohlehydrate verstecken.

Eine Über- oder Unterzuckerung wollte niemand riskieren. Für meine Eltern war das auch eine sehr schwierige Situation, da es keine Selbsthilfegruppe oder ähnliches gab, wo man sich von anderen Eltern mit Typ1DiabetesKindern Anregungen hätte holen können – ein Erfahrungsaustausch fand somit nur hauptsächlich mit dem Kinderarzt statt bzw. dann mit der Mutter meiner „ältesten“ (damals noch Brief-)Freundin.

Wir lernten uns bei einer „Kur für diabetische Kinder und Jugendliche“ kennen und unsere Mütter haben damals für uns erst noch den Kontakt gehalten, bis wir uns dann selbst Briefe schrieben und uns gegenseitig besucht haben.

Einziger Nachteil: unterschiedliche Ferienzeiten zwischen Bayern und Schleswig-Holstein. Die haben sich jeweils nur für 1 Woche überschnitten und die wurde voll ausgenutzt! 👍🏻☺️ Jedenfalls waren das einfach noch ganz andere Zeiten im Gegensatz zu heute.

Erst kürzlich habe ich in Berlin Kathy und Mandy kennen gelernt.
Beides Mütter mit Kindern, die Diabetes haben. Sie kümmern sich und haben die Webseite https://kinder-mit-typ1-diabetes.net ins Leben gerufen.
Ich bin so dankbar dafür, dass heutige Eltern es um ein Vieles leichter haben, sich Infos anzulesen, zu sehen, wie andere Familien das so wuppen und vielleicht auch persönlich sich einen Rat holen können.

Natürlich ist jeder Mensch und besonders jedes Kind anders. Und natürlich muss bei B nicht genau das funktionieren, was bei A funktioniert. Aber das Gefühl zu haben, halbwegs aufgefangen zu werden, ist äußerst wertvoll!

Ich hatte das später in meiner Kindheit auch. Mein Diabetologe fragte mich, ob ich denn daran interessiert wäre, mich mit anderen diabetischen Kindern und Jugendlichen auszutauschen. Klar hatte ich Interesse 🙂 Man muss dazu sagen, dass dies in einer Zeit war, als es gerade erst so richtig anfing, mit diesem ominösen Internet, das noch kein wirkliches war. Es musste ein Modem angeschafft werden, man musste sich einwählen und konnte dann quasi in Kommandos kommunizieren. Alles noch nicht so schick, wie heute, aber für mich war das schon ein riesen Ding, das „Projekt-D„. Das tollste daran war, dass wir uns je nach Wohnortnähe auch öfter getroffen haben (okay, 2-3mal im Jahr).

So war ich z.b. mal zum Besuch eines Bayern-3-Festivals bei meiner Freundin Barbara, die in der Nähe von München wohnt. Dort hatte ich meine erste und einzige fetzen Hyperglykämie, also ein extremer Überzucker, der schlimmstenfalls lebensbedrohlich enden kann. Klar, ich hatte meine Werte nicht im Griff, hab gedacht „ach das passt schon“ und naja… war nicht so schön 😦

Aber das hat uns irgendwie so zusammengeschweißt! Und auch wenn wir uns eine zeitlang dazwischen nicht gesehen hatten, kommt das nun wieder häufiger vor.
Z.B. beim Wings-For-Life-Run 🙂 Und da kommen wir passenderweise wieder zum Thema Dankbarkeit.

Nun heißt mein Blog ja nicht Chronischhoch3, wenn es sich nur um den Diabetes drehen würde. Bei mir kam dann in 2002 noch eine weitere Diagnose dazu, die an sich eher mal nicht so wirklich besorgniserregend war – im täglichen Leben aber auch einfach quasi mit abgehandelt werden muss(te). Hashimoto, eine chronische Entzündung der Schilddrüse. Moment.. eine Autoimmunreaktion, ähnlich dem Diabetes.
Man könnte meinen, ich kann mich selbst nicht leiden? Naja.. zuweilen mag das zutreffen. Manchmal habe ich schon Launen, da mag ich mich wirklich nicht so gut leiden. Aber deshalb selber gegen mich vorgehen? Nee…. viel zu anstrengend 🙂

Das war nun also das nächste Brett, für mich aber mit einer morgendlichen Tablette gut behandelbar. Der Diabetes brauchte da immer eine größere Aufmerksamkeit.

Kommen wir nun also zu Nummer 3, die MS (Multiple Sklerose, viele Entzündungen).
Moment – ist nicht meine Schilddrüse schon chronisch entzündet? Und ist nicht auch der Diabetes eine Autoimmunerkrankung? JA, richtig, volle Punktzahl!

Die MS bekam ich diagnostiziert, als ich gerade den schönsten Tag meines Lebens hinter mir hatte. Meine Hochzeit. Sicherlich hatte ich davor und danach auch schon viele schöne Tage, aber das ist ein Klischee, mit dem ich nun gerade mal spielen mag.
Denn in echt war der Tag zwar wirklich superschön (und natürlich perfekt geplant, was sonst), aber so wirklich bewusst habe ich die Hochzeit nicht erlebt.
Zum einen habe ich (wie passend) auf dem linken Auge wie durch einen weißen Schleier gesehen. Die kortisonhaltigen Augentropfen, die mir die Augenärztin vorher mitgegeben hatte, wirkten eher so lálá.

Ich erinnere mich, dass ich in der Kirche sogar fast mein Ehegelübde vergessen hatte, das ich gleichzeitig mit meinem Mann sprach. War es die Nervosität? Der Blutzuckerspiegel? Die Aufregung? Wer weiß…. Ich hing mit den Augen an den Lippen meines Mannes und irgendwie haben wir es doch hingebracht 🙂

Dann hieß es am Montag drauf erstmal „geh mal ins Krankenhaus und lass ein MRT machen“. Ja hätte mir mal einer zu dem Zeitpunkt erzählt, was ein MRT ist und was man da sonst noch so für tolle Untersuchungen anstellt.. ich wäre vermutlich nicht so naiv gewesen zu denken „ach das geht ja schnell.. wir können dann noch schön irgendwo mittag essen gehen“. Nee, es hieß „Sie dürfen gleich hierbleiben“. Ich fand mich dann in einem Krankenzimmer wieder, mir wurde Kortison intravenös verabreicht und ich wusste gar nicht, was um mich herum geschieht und was das alles soll.

2 Tage später kam dann der Oberarzt, redete etwas von MS und dass ich doch sicherlich schon mit der MS-Schwester gesprochen hätte (wer? wie? was? oder auch: Häääää????) und ich hab gar nix mehr gecheckt. Erst im Anschluss bekam ich mit, was diese 2 Buchstaben überhaupt bedeuten. Nämlich (mal wieder) eine entzündliche Krankheit, bei der die T-Zellen des Immunsystems verrückt spielen und das eigene Nervengewebe angreifen.

Ja danke auch 😦 Reicht es nicht schon, was ich so schon alles mit mir herumschleppe?
Das war keine wirklich einfache Zeit für mich.. aber noch schlimmer war es, meiner Schwester davon zu erzählen. Immerhin – ich wusste, dass sie eine Freundin hat mit MS, aber ich wusste nicht, wie es ihr in dem Moment geht. Und das hat mich noch mehr fertig gemacht, weil ich dachte „wenn es der Freundin grad schlecht geht, wie sehr macht sich meine Schwester dann Sorgen um mich? Oder geht es ihr grad gut? Das wäre dann um ein Vielfaches leichter…“

Aber auch das haben wir hinbekommen. Und meine wichtigste Stütze bei allem war und ist seitdem mein Mann. Denn anstelle schreiend davon zu laufen, hat er sich neben mich aufs Bett gesetzt und gesagt „hey… wir schaffen das!“

Das ist nun 12 Jahre her und in dieser Zeit ist so viel passiert. Wir haben einen gesunden, fidelen Sohn bekommen und viel erlebt.

Seit ich etwa 2 Jahre nach der MS-Diagnose angefangen habe, mein Leben genauer anzuschauen und festzustellen „hey.. warum stresst Du Dich selbst eigentlich so? Was soll das?“ und dann natürlich auch Dinge geändert habe, erlebe ich mein Leben viel mehr als Geschenk, als ich das noch viele Jahre vorher konnte.

Denn es ist in den meisten Fällen so, dass viele Dinge gar nicht aufregenswert sind, wenn man selbst kein Drama draus macht. Meint: manchmal tut es einem besonders gut, über Dinge zu lachen, anstelle sich zu grämen.

Das ist aber keine leichte Übung und es ist wie beim Sport auch. Ein Muskel braucht viel länger, bis er stark wird, aber ist umso schneller wieder schwächer, wenn er nicht gefordert und weiterhin trainiert wird. Und auch hier komme ich wieder zum Thema Dankbarkeit und somit schließt sich der Kreis.

Ich bin total dankbar, dass ich das 2. Mal den WingsForLifeWorldRun mitlaufen konnte und dass mein Körper da so gut mitgemacht hat. Den Trainingslauf dafür konnte ich bei der Gesundheitsmesse in Bindlach erledigen, als ich hauptsächlich mit Steffi in Sachen MS unterwegs gewesen war.
Ich habe auf vielen Ebenen so tolle Menschen kennen lernen dürfen, die ich sonst gar nicht kennen würde. Sie alle aufzuzählen würde hier völlig den Rahmen sprengen.
Aber was ich sagen kann, ist: meine Krankheiten bzw. Handicaps haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Und haben mich so viel lernen lassen vom Leben, aber auch von den Menschen, die mich begleiten oder die ich begleite,

Denn das erfüllt mich: anderen zu helfen und Gutes zu tun – weil ich hoffe, dass jemand anderes es vielleicht später auch mal gut mit mir meint, falls ich mal nicht mehr so kann, wie aktuell. Die Zukunft ist ungewiss, die Vergangenheit ist vergangen – wir können nur die Gegenwart beeinflussen.

Und darum rate ich immer gerne jedem, der es hören mag oder auch nicht:
„Tu, was Dich glücklich macht – und zwar viel davon!“

Lasst es euch gutgehen und tut das eurige dazu 🙏

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Der WingsForLifeWorldRun in München..

Ihr Lieben,

jetzt komme ich endlich dazu, meine Eindrücke vom heutigen Tag aufzuschreiben.

Der heutige Tag startete bereits gestern mit der Vorbereitung und der Anreise nach München. Der WingsForLifeWorldRun stand an. Die gestrige Wettermeldung für heute sagte: „kalt, Schneeregen, ungemütlich“ und ich dachte „na danke! – DA hab ich ja richtig Lust drauf, noch vor dem Start bei so ’nem Wetter über ne halbe Stunde im Startblock stehen zu müssen“🙈.

Vorsorglich habe ich mir mehrere Laufklamotten eingepackt und das war auch gut so.
Anstelle der angedachten Langarm-Laufoberteil mit Laufjacke drüber-Lösung, wurde das Langarm-Laufoberteil, aber mit einem Shirt drüber draus. Das hat gut gepasst, mit Jacke wäre es mir zu warm geworden. Aber die Handschuhe durften nicht fehlen, denn die Temperaturen waren doch morgens noch 3°C, Tendenz steigend.

Aber das Wetter war uns Läufern gnädig! Während es vor dem Start trocken von oben war, hat es kurz nach dem Start nur mal eben kurz geschneeregnet, dann aber wieder aufgehört und den Rest des Laufes lief alles wettertechnisch ganz wunderbar 👍🏻.

Nächster Punkt: das richtige Frühstück. Beim Laufen ist es wichtig, vorher ordentlich zu essen, um genügend Kohlehydrate im Körper zu haben. Ich habe zudem schon 1 Stunde vor dem Start meine Basalrate runter reduziert, damit ich während des Laufes keinen Unterzucker erlebe. Im vergangenen Jahr ist mir das tatsächlich passiert und ich kann natürlich im Unterzucker nicht im gleichen Tempo weiterlaufen, sondern muss ne Pause machen bzw. deutlich langsamer gehen. Lieber mit einem etwas erhöhten Blutzucker starten, das klappt besser. Und ganz wichtig ist dabei: ausreichend Kohlehydrate während des Laufes mit sich führen.

Ich war also heute ausgestattet mit 3 Gels, wovon ich nur eines verbraucht habe.
Aber hey – es hätte ja auch anders kommen können… 🤷‍♀️

Begleitet wurde ich heute von der lieben Maike, die ansonsten gerne Marathons läuft und wirklich nur mir zuliebe heute frei von jeglichen Ambitionen dabei war.
Als mein Bremser, als mein Pacemaker, als mein „Wasserträger“, als mein Motivator, als die, die mich am Ende noch in mein persönliches Ziel gezogen hat.
Mein Dank wird Dir ewig hinterher schleichen!!!! 🙏🏻😍

Meine Freundin Barbara, mit der ich letztes Jahr zusammen lief, habe ich im Startblock irgendwie verpasst blöderweise, aber auf der Strecke sind wir uns dann doch noch begegnet. Auch sie muss ihren Diabetes im Blick behalten und hat aber trotz vor ein paar Tagen verknacksten Knöchel ein super Rennen abgeliefert!

Letztlich hat uns dann bei 7,47km das Catcher Car überholt – was 3 km mehr waren, als im vergangenen Jahr. Als die Fahrräder von hinten ankamen und gerufen wurde „alle nach rechts, das Catcher Car kommt“, haben wir noch das letzte raus geholt. Mit Maike an der Hand bin ich tatsächlich noch ein paar Meter weiter gekommen, sie hat mich gezogen bzw. über mich hinaus wachsen lassen.

Ich bin total mit dem Ergebnis zufrieden und freue mich, im nächsten Jahr dann wirklich die 10km anzugehen. Immerhin hab ich mich von 4,42km auf 7,47km gesteigert.
Das ist durchaus ausbaufähig.

Der Blutzucker hat sich auch recht ordentlich verhalten, ich habe wieder mehr über mich und das Laufen gelernt und war nebenbei sogar noch für den guten Zweck unterwegs.
Dieses „running for those who can´t“ passt einfach zu mir – denn niemand weiß, wie es mir selber irgendwann mal gehen wird. Das ist zwar nicht direkt gleich zu setzen, aber anderen zu helfen und sie zu unterstützen ist mir ein wichtiges persönliches Anliegen – soweit es mir eben möglich ist.

DANKE 🏅

 

 

Laufend etwas anderes 🤷‍♀️

Ihr lieben,

diese Lauferei ist ja schon so ein Ding – man könnte mittlerweile meinen, mein Leben besteht aus nix anderem. Dem ist aber nicht so.

Mein Leben besteht zudem aus vielen Verpflichtungen, Dingen, um die ich mich kümmern sollte (und das auch tue) und wird nicht unmaßgeblich von bissl gesundheitlichem Gedöns begleitet.

Soweit normal. Nun bin ich aber auch noch vom weiblichen Geschlecht und darf/muss mich ca. alle ~4 Wochen mit hormonellen Eskapaden herumärgern, was dem Leben in so mancher Phase noch einen Zusatzlevel verpasst.

Somit gab es heute morgen vieles im Angebot:

– früh wach sein, aber lieber noch bissl liegen geblieben

– Blutzuckerspiegel nicht so ganz optimal für einen geplanten / gewünschten Lauf

– durch das herumbasteln am BZ-Wert (Kohlehydrate auftanken – die richtigen!) etliches an Zeit verloren

– das schlechte Gewissen („wie bekomme ich das zeitlich dann alles unter?“) mit dem Plan beruhigt, einfach schneller zu laufen (ha ha… genau… ich… 🙈)

– losgestürmt (mal wieder zu schnell am Anfang)

– zwischendrin gemerkt „oh, mein Puls hat mich schon überholt und läuft 100m voraus“

– Tempo rausgenommen

– BZ gemessen und ausgeglichen

– kurz auf die Bank in die Sonne gesetzt und erstmal das pochende Herz zur Ruhe kommen lassen

– mit dem vorbei-walkenden Dönermann („ich habe auch vegetarischen Döner“) weitergewalkt – kein Spaß! War ein nettes Gespräch 👍🏻

– dann nochmal losgelaufen und aus Zeitgründen den nächst-kürzesten Weg nach Hause eingeschlagen

– zuhause ankommen („Kind, die Mama liegt hier auf dem Liegestuhl und ist kaputt“ – „soll sie machen…“ – ich lieb euch auch 😘)

So: was hat mich heute morgen so zerlegt? Die Blutzuckerkapriolen? Der Blutverlust und der ganze hormonelle Kram?

Ja, liebe Männer – das ist einer der Punkte, womit ihr euch NICHT herumschlagen müsst… und weshalb Frauen manchmal auch bissl „dünnhäutig“ und weniger belastbar sind. Diesen Kampf müssen wir meist alleine ausfechten und uns manchmal dafür auch noch echt blöde Sprüche anhören 🤷‍♀️

Wer aus der Läuferinnenzunft kann etwas über dieses Thema sagen? Einfach den Lauf streichen wäre zu schade.

Die Lösung wird wohl sein, es so anzunehmen, wie es ist, weil motzen bekanntlich ja nicht viel hilft.

Ich wünsche euch allen ein tolles Osterfest – genießt die freien Tage 🙏🏻🎈🐣🐰

Laufen nach Plan? Egal.. hauptsache Spaß!

Ihr lieben

mich hat es heute morgen gepackt!

Der Göttergatte musste heute beizeiten los, der Herr Sohn hat bei einem Freund übernachtet, also konnte ich ganz nach meiner Zeit laufen und musste auf nix und niemanden Rücksicht nehmen.

Naja auf MICH bzw meinen Blutzucker musste ich schauen, aber das bekomme ich hin. Also startete ich gut gelaunt los und dachte zwischenzeitlich mal „was hast du dir da nur vorgenommen 🤭“.

Ich schlug einen Weg ein, wo ich wusste, das wird etwas länger werden.

IMG_3137.jpgNach der üblichen kurzen Pause rund um km 3 und kurzem sitzen in der Sonne (ach war das toll, das hätte ich noch länger ausgehalten 😅👍🏻), bin ich dann weiter gelaufen, denn irgendwann wird ja das Kind wieder angeliefert – da sollte ich zuhause sein

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Da es dann nur noch bergab ging, lief es quasi von alleine und ich bin immer wieder erfreut und dankbar, dass meine Beine das so gut mitmachen 🙏🏻.

Hach, irgendwie bin ich jetzt nicht mehr ganz so besorgt, wie das in 3 Wochen beim #WingsForLifeRun in München werden soll.. irgendwie wird’s 🙈😅

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

gesunde Gesundheitsmesse

Ihr Lieben,

nach 2 anstrengenden, aber durchweg positiven Tagen finde ich nun die Zeit, einen kurzen Bericht über die zurückliegende Gesundheitsmesse in Bindlach zu schreiben.

Hier würdet ihr nun einen langwierigen Bericht finden, der von anfänglichem Optimismus und Vorfreude redet und den zwischendurch aufkommenden Frust aufgrund von vorauszusehenden Schwierigkeiten erzählt, um am Ende dann doch von 2 grandiosen Messetagen zu schwärmen.

Das hat in Kurzform schon die liebe Steffi zusammengefasst – nachzulesen hier!

Ich bekomme momentan leider keinen Beitrag dazu geschrieben, weil ich völlig schockiert bin von dem, was in Frankreich passiert, von der brennenden Nôtre Dame.

Es ist noch nicht lange her, dass ich mit 3 tollen Frauen in Paris war.. übers Wochenende.. ein Kurztrip unter Freunden.

Mein Herz weint 😦

Hier geht Menschengeschichte in Qualm auf und das macht mich sehr traurig.

 

 

Laufen mal (wo) anders..

Ihr lieben,

ich befinde mich aktuell zu einem Bloggertreffen in Sachen Diabetes in der großen Hauptstadt und wurde heute morgen recht zeitig durch ein anregendes Gespräch und viel (lautem!) Gelächter auf dem Hotelflur geweckt.

Erst dachte ich noch „ey Leute – könnt ihr nicht woanders eure Themen besprechen?!? Hier gibt es Leute, die schlafen möchten! 🙄😒“

Aber dann überlegte ich, dass mir ja noch gute 2 Stunden Zeit blieben, bis unser nächster und letzter Termin an diesem Wochenende ansteht – das gemeinsame Frühstück und der Austausch untereinander.

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Ich könnte somit eine Runde laufen gehen, um diese Anzeige SO nicht stehen lassen zu müssen

 

Ja, diese Woche hänge ich dem Trainingsplan extrem hinterher. Das Leben hat mal wieder zugeschlagen. Viel los, der Göttergatte beruflich viel unterwegs und überhaupt finden sich ganz leicht etliche andere Ausreden 🤷‍♀️

Aber das sollte heute nicht so sein! Ich hab die Zeit, ich hab richtig Lust, an der Spree entlang zu flitzen und ich hab das sichere Gefühl, dass ich spätestens mithilfe dem Handy wieder Richtung Hotel finden werde. Was soll da schon schief gehen ☺️🤷‍♀️
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Moment, wie sieht es mit dem Blutzucker aus, nachdem der gestrige Tag von viel sitzen, viel essen und wenig Bewegung geprägt war?
Tadaaa 🤗 darauf lässt sich aufbauen!

 

Ein Glück hatte ich tatsächlich Laufklamotten für den Fall der Fälle eingepackt, als hätte ich es geahnt.

Also galt: Laufklamotten an und raus!

Passenderweise liegt unser Hotel direkt an der Spree, somit konnte ich viele Eindrücke von Berlin laufenderweise sammeln (natürlich unterbrochen von so manchem Fotostopp zwecks unverwackelter Fotos 😅).



Ach Berlin…. du bist so wunderbar, so edel und stilvoll, daneben total heruntergekommen und siffig- ein Mischtiegel sämtlichster Kulturen, Lebensweisen und Lebensmöglichkeiten.

Während eben noch Leute aus einem Club stolperten und entweder mit dem Taxi 🚕 nach Hause fuhren oder wahlweise vom Rettungswagen abgeholt wurden (kein Spaß! 🙈) und die Partygeschwängerte Luft nur ansatzweise erahnen lässt, welche Dramen, Glücksgefühle oder Streitigkeiten sich hinter den Türen angespielt haben mögen, liegt der Obdachlose in seinen Schlafsack vermummt und schlafenderweise auf der überdachten Brücke und niemand ahnt, was in ihm gerade vorgehen mag (hier gibt es kein Foto – Datenschutz und so! Außerdem fände ich es despektierlich, so einfach über jemand anderes persönliche Grenzen hinweg zu gehen).

Hier zu heiraten ist sicher „interessant“ ☺️

So viele Impressionen liefen mir wortwörtlich über den zugegeben kurzen Weg. Aber zeitlich war nicht mehr drin und ich bin völligst zufrieden und dankbar! Mein DANK für dieses tolle Wochenende geht allen voran an #abbott!

Die Einladung zu diesem Bloggerevent passte perfekt, da ich passend hierzu auch das freestyleLibre2 testen durfte.

Leider muss ich mich noch bis August gedulden, da dann erst mein Jahresrezept abläuft. Aber wir wissen ja alle, dass Geduld manchmal einfach wichtig und notwendig ist 🙏🏻

Alles wichtige kommt zur richtigen Zeit und so werde ich heute Nachmittag völlig beseelt und zufrieden umweltschonend mit der Bahn die Heimreise antreten.

DANKE 😌🎈🍀

Laufen nach Plan? Geht doch irgendwie… 😇

Ihr Lieben,

ich hab ja versprochen, dass ich zum Thema „Laufen nach Plan“ bzw. über meine Vorbereitungen für den WingsForLifeWorldRun immer mal etwas erzählen werde.

Nachdem ich in der vergangenen Woche leider den Plan nicht so erfüllen konnte, wie ich wollte, hab ich natürlich auch nicht viel drüber geschrieben. Ist ja klar – niemand mag sich sein Versagen auf die Fahne schreiben.
Wobei… war das wirklich ein Versagen?

Nein, ich denke nicht! Das Leben kam mir einfach dazwischen und so konnte ich den Plan nicht einhalten. Aber ehrlich – that´s life!
Nachdem ich mich auf Twitter schon darüber ausgelassen hatte und mir gut/Mut zugeredet wurde, dachte ich dann auch „okay… ist eben so! Auf Biegen und Brechen muss man ja nix erzwingen.“

Entsprechend naja sagen wir motiviert bin ich in diese Woche gestartet.
Auf den Montag habe ich gleich mein Stabitraining geschoben, da ich bekanntermaßen vormittags immer meinen Physiotermin habe (und mein Physiotherapeut lässt sich da so manches „fieses“ und Muskelkater-garantiertes einfallen 😈).

Soweit, so gut. Der obligatorische Ruhetag am Dienstag passt hervorragend in mein Leben bzw. um sämtliche wahrzunehmende Termine am Dienstag herum.

Nur was sollte ich heute machen…? Wieder Ruhetag? Nö!

1. Super Wetter draußen!
2. Kind hatte einen Freund bei uns
3. die beiden kommen locker ein Stündchen ohne mich zurecht.

Also Laufschuhe an und raus!
^ ^ so würde ich reden, wenn ich nicht immer vorher meinen Zuckerwert checken und entsprechende Vorsorge treffen müsste, damit es mir während dem Laufen nicht die Füße unterm Hintern wegzieht.

Dann also: Blutzucker checken, nochmal Kohlehydrate nachladen, Basalrate vermindern für ne Stunde, mit den Jungs absprechen, wie und was und danach dann raus!

Für mich stand heute 45 Dauerlauf mit einer Pace von 8:00 auf dem Plan und ich schlaue hab mir gedacht, okay.. mach ich halt (das war der kürzeste Lauf auf dem Wochenplan und ich wollte ja nicht ewig weg sein 😅).

Vorher habe ich auch noch meinen FreeStyleLibre Sensor gewechselt, da dieser sonst mitten während dem Lauf von der Uhrzeit her abgelaufen wäre – daher ganz nach dem Motto „Safety First“, gleich nochmal mittags getauscht.

Der Libre gibt mir das gute Gefühl, meinen Blutzuckerverlauf konstant über einen längeren Zeitraum zu sehen und so eventuelle Spitzen voraussehen zu können.

Ich hatte hier ja schon mal über meine Erfahrung mit dem CGM-System geschrieben, das die gemessenen Werte immer an die Pumpe sendete, worauf hin es dann in meinem Ausschnitt vibriert hat 🙈 😋.
Das war für mich nicht so wirklich der Bringer!!

Außerdem habe ich aktuell das Glück, 2 Sensoren vom neuen FreeStyleLibre2 testen zu dürfen, da ich ja zum Bloggerevent sponsored by #Abbott eingeladen bin.
Der FreeStyleLibre2 verhält sich ähnlich, wie das von mir getestete CGM-System, sprich: er schlägt Alarm, wenn ein bestimmter selbst einstellbarer Blutzuckerwert über- oder unterschritten wird.

Das passt ganz hervorragend zu mir und hilft mir auch beim Lauftraining 👍

Allerdings kann der Libre2 bisher nur über das Lesegerät jeweils ausgelesen und noch nicht per Handy gescannt werden.
Aber ich baue drauf, dass sich das zukünftig ändern wird. Da mein Diabetologe aber immer gerne eine Übersicht über meine Werte haben möchte (und ich das ja auch will), trage ich noch den normalen Libre zusätzlich, den ich per Handy auslesen kann – ich fahre also zweigleisig und bin richtig froh, dass ich demnächst nirgends hin fliegen werde. Die Sicherheitskontrolle möchte ich  nicht erleben.. 🙆 😂

Aber was tut man nicht alles für das eigene gute Gefühl und dafür, dass alles schon irgendwie passt.

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Denn das tut es. Meistens steht man sich ja selbst im Weg (so auch ich in der vergangenen Woche) und braucht nur 1-2 Anreize, über das Stöckchen zu springen und ein gutes Erlebnis zu haben.

Das hatte ich heute 🙏

Daher lasst es euch alle gut gehen und gönnt euch schöne Auszeiten nur für Euch – es lohnt sich!! 💖

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*Werbung. Ich habe das FreeStyle Libre 2 zu Testzwecken von der Firma Abbott kostenfrei erhalten. Mein Beitrag spiegelt meine eigene Meinung wider, entspricht der Wahrheit und wird in keiner Weise von Abbott beeinflusst.*