Der Staffelberglauf.. eine zu spontane Idee?

Ihr lieben,

manchmal neige ich dazu, Dinge nicht gut zu durchdenken.
Klar ist es gut, wenn man spontane Entscheidungen trifft – allerdings enden diese dann manchmal nicht so wirklich gut.

Heute fand der Staffelberglauf mit Start im oberfränkischen Bad Staffelstein statt. Der Name Staffelberglauf lässt vermuten, dass es einen Berg hinauf geht. Hier waren heute  3960 Meter und 260 Höhenmeter zu überwinden.

Ich dachte mir: „Naja.. ich habe heute ganz spontan keine Kinderbetreuungspflicht  und ach… knappe 4 Kilometer.. krieg ich hin!“

Die dazugehörigen Höhenmeter hätte ich aber besser mal nicht unterschätzt.
Denn auch wenn Bayreuth und meine übliche Laufstrecke etwas hügelig ist, erreicht das lange nicht die Höhenmeter des Staffelberges. Da gehts  halt auch echt in gewissen Passagen arg steil hoch.

Es kam also, wie es kommen musste. Beim Start noch guten Mutes musste direkt gleich der erste Anstieg bewältigt werden, um dann nach einem kurzen flachen Stück wieder auf eine längere Strecke bergauf zu kommen.

Da wir von zuhause aber etwas verspätet gestartet sind, zudem innerhalb kürzester Zeit alles soweit zusammen gesucht hatten, am Morgen noch nen Winterreifenwechseltermin hatten und nicht wirklich gut gefrühstückt haben, waren die Voraussetzungen nicht gerade optimal für mich.

Mein Blutzucker war auch nicht wirklich gut eingepegelt für den Lauf heute, aber ich wollte es versuchen und bin daher auch gestartet.
Aber die Strecke zog sich schon elendig und ich habe meinen Körper heute nicht wirklich in Bewegung gebracht.

Als dann nur noch 200 m (!!!) bis zum Ziel waren und Daniel mir schon entgegen kam, weil er sich Gedanken machte, wo ich denn abbleibe, gab ich auf!

Denn die letzten 200m wären nochmals eine fetzen Steigung gewesen und ich dachte nur noch, ich kipp gleich um. Blutzucker nicht passend, die Beine schmerzten und überhaupt wollte ich mir die Schmach nicht geben, als letzte ins Ziel zu wackeln.
Und das mit dem wackeln meine ich ernst.

Also drehte ich um und wir liefen gemeinsam wieder nach Staffelstein.

Wer sich nun denkt „DNF 200m vor dem Ziel!??! – die hat ja nen Knall“, kann sich das ruhig denken. Ich habe daraus gelernt!

1. Aus einer Laune heraus einen (für mich ungewohnten, weil untrainierten) herausfordernden Wettkampf laufen, läuft nicht.

2. Ohne passende Vorbereitung einen spontanen Lauf laufen, läuft auch nicht.
Ich muss tatsächlich wegen meinem Diabetes die Dinge gut planen können, die Basalrate entsprechend anpassen, passend vorher essen und trinken, damit ich zumindest gesundheitlich auf der sicheren Seite bin.

Ich habe heute leider auch nur ein einziges Foto für euch (das war

Es wurde die schwarze Uhr.. 🙂

vor dem Losfahren) – und das sagt auch schon eine Menge über meinen heutigen Lauf aus 🙂

Vielleicht wäre so ein Trainingsplan doch mal nicht so verkehrt…. 🙂

Echt? Echt! MS Box ✌🏻

Ihr lieben,

der ein oder andere mag mitbekommen haben, dass ich Anfang Mai zu einem Videodreh für ein neues Format zum Thema „MS und was man sich bisweilen für Sprüche anhören muss“ in Hamburg war.

Nun wurde der 1. Teil davon veröffentlicht – zwar ohne mich erstmal, aber ich finde Torsten, Marie und Heike haben da schon super vorgelegt 😊👍🏻

Ihr findet dieses super Video hier:

https://einblick.ms-persoenlich.de/video-artikel/echt-ms-kuriose-sprueche-episode-1

Vielleicht wird der eine oder andere an so manche seltsame Situation oder den einen oder anderen „doofen Spruch“ erinnert und findet den Beitrag ganz gut?

Dann lasst euer like da und unterstützt uns – nur so kann man für Aufklärung sorgen und die sorgt ja dafür, dass weniger unwissende Kommentare entstehen 🙏🏻🤷‍♀️😘

Welt-MS-Tag reloaded 😊

Jedes Jahr aufs Neue, mache ich und machen wir uns bei den Albatrossen Gedanken, was uns für das jeweilige Jahr passendes zum Welt-MS-Tag einfällt.

Da waren schon etliche Dinge dabei, die guten Anklang fanden und für 2018 war der Plan „wir machen nix“!

Nun ist es aber genauso, als wenn man zu einer Feier eingeladen ist und es heißt „ich möchte nix, brauchst nix mitbringen“ – ne Kleinigkeit findet sich immer 😊👍🏻.

Und so war es auch im Vorfeld zum diesjährigen Welt-MS-Tag wieder.. 🤷‍♀️

Dieses „nix“ unter dem Motto „unheilbar optimistisch“ ist nun:

– 1 Infostand heute Vormittag im örtlichen auf Neurologie spezialisierten Krankenhaus Hohe Warte, unterstützt von der Beratungsstelle Bayreuth

– 1 Kurzbeitrag in der Zeitschrift „Kontakt“ der DMSG, Landesverband Bayern

und

– 1 Interview beim lokalen Radiosender „Radio Mainwelle“ (das schon am Montag aufgezeichnet wurde, zu finden hier:

Aber auch der Rest der Albatrosse war fleißig: Andrea von Yogacraft hat der lokalen Presse ein Interview gegeben

und auch Steffi war heute für Roche bzw. „trotz MS“ in Frankfurt unterwegs und hatte Spaß 😊

Also alles in allem war das ziemlich viel NIX an dem heutigen Tag 😅✌🏻🙏🏻

Dazu passend wurden heute mega viele Blogeinträge rund um den Welt-MS-Tag geschrieben und über zig Veranstaltungen berichtet – also ein voller Erfolg, um die Öffentlichkeit zu informieren und diese Krankheit etwas nahbarer zu machen

💪🏻🍀💖

Jet-Set-Leben… :)

Ihr Lieben,

viele mögen es ja in so manchem sozialen Netzwerk schon mitbekommen haben.
Aktuell geht es ziemlich rund in meinem Leben und ich habe auch aus einigen Gründen schon länger keinen Blogeintrag mehr geschrieben.
Aber jetzt hab ich wieder den Wunsch danach und momentan direkt auch die Zeit dafür – also ran an die Tasten in Sachen Statusbericht der letzten 2 Wochen..  💻

1. Dreh des Frankentatort

Ich hatte doch tatsächlich die Möglichkeit, als Komparse beim #Frankentatort mitzuwirken, der bis Mitte April in Bayreuth gedreht wurde. Und das sogar an 2 Terminen, jeweils im Festspielhaus, jeweils in Abendgarderobe, jeweils als Teil einer Festgesellschaft. Und ich wäre nicht ich, wenn ich mir DAS entgehen lassen würde 😁!

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Also nahm ich mir für den Freitag frei, denn der Dreh würde den ganzen Tag dauern.
Wir sollten uns alle pünktlich um 8 Uhr beim Festspielhaus einfinden – das war kein Thema. Allerdings morgens schon in Abendgarderobe und mit ner tollen Frisur aus dem Haus zu stöckeln war dann doch etwas naja.. gewöhnungsbedürftig, aber in Anbetracht des Anlasses völlig okay.

Der Tag begann mit warten, denn die 400 Komparsen mussten alle erstmal registriert werden. Es bildete sich eine lange Schlange aufgehübschter Menschen vor dem Festspielhaus und einige Schüler der nahegelegenen Realschule und auch Gassigeher dachten sich sicherlich: „was bitte ist hier los?!?“

Nun, auch nach Abgabe des ausgefüllten Bogens hieß es erstmal: warten!

Dann kam der Regieassistent und erklärte uns, wie das weitere Vorgehen sein wird.

Ich darf euch das natürlich nicht erzählen, dazu wurden wir verpflichtet – und auch Fotos am Set wurden verboten, selbstverständlich! 🤷‍♀️

Fakt ist, wir drehten mehrere Szenen mit so manchen Umsetzungen im Festspielhaus, dann war die Mittagspause angesagt. Hier tauschte ich dann die 👠 in flache Schuhe – die Füße freuten sich 👍🏻!
Denn wenn man als Publikum im Festspielhaus sitzt schaut einem niemand auf die Schuhe 😅.

Das Wetter war uns hold, wir konnten mittags in der Sonne sitzen und die Pause genießen. Immerhin, wenn man fürs warten bezahlt wird, hat das doch auch was. img_8505img_8507<

Der Nachmittag ging ähnlich weiter. Drehen, sitzen, warten. Am Abend bekamen wir aber ein großes Lob vom Regieassistenten, dass wir so diszipliniert und super mitgemacht hätten.

Abends um halb Acht waren wir dann mit allem fertig und das war ich dann auch wirklich: fertig 😅

So toll es ist, mal einen Einblick zu bekommen in Dreharbeiten und wie es an so einem Set läuft, so anstrengend war es trotzdem. Auch wenn man viel wartet, muss man doch dann beim Dreh immer absolut konzentriert dabei sein.

Viel Ruhe hatte ich dann abends aber trotzdem nicht, denn es ging ans Koffer packen – oder sagen wir lieber: „notwendige Dinge für eine kurze Schlafenszeit in eine Tasche werfen“.

2. Die Treppe

Denn am Samstag machten wir uns auf den Weg nach Radebeul – der #metm warf seine Schatten voraus 😊

Erst noch das Kind noch zu den Großeltern gebracht, weil er sicherlich dort mehr Spaß haben würde, als 20h lang an der Strecke zu stehen und zu warten (dieses Thema verfolgte mich irgendwie 😅🙈).

Wir machten uns also auf den Weg und neben mir saß ein hibbeliger und aufgeregter Sportler, der etwas großes vor sich hatte: den #metm – in der Einzelkampfversion, sprich 100x treppauf und treppab in 24 Stunden! Wenn euch das näher interessiert, bitte hier nachlesen: https://www.endurange.com/treppenwitz-in-der-todeszone-metm-2018/

Wir haben dort auch wieder Freunde getroffen, man kennt sich, es sind ja meist viele dabei, die man schon bei anderen Veranstaltungen getroffen hatte. Und auch manche, die immer gerne zum Supporten dort sind 💁

Für mich hatte ich mir ein Zimmer in einer nahegelegenen Pension gebucht, da ich die Rückfahrt am Folgetag übernehmen sollte / wollte. Dort war ich untertags schon mehrmals (Tasche hinbringen + Zimmerschlüssel holen, abends als es kalt wurde die lange Hose + Jacke holen)  und nachts um 2 dann schlafen legen. Um 5 klingelte der Wecker, denn ich hatte ja einen Job an diesem Wochenende… Also bin ich wieder zur „Treppe“ spaziert und habe dort etwas gefrühstückt. Die Läufer oder Treppenbezwinger waren noch voll in Action – mit unterschiedlichem Erfolg bzw. Kräftestatus.

Auch mein Mann quälte sich noch einige Runden auf und ab. Nicht nur ich habe unterstützt, Salztabletten und sämtliches Essen gereicht, geredet, angefeuert, geholfen und gebangt (mein Dank gilt Christian, André, Karen und besonders Corinna 😘).

Denn am späteren Vormittag besuchten wir kurzzeitig das Zelt der Ersthelfer 😕  Es ging Daniel nach der Nacht (er hat nur 1 Stunde geschlafen) ganz und gar nicht gut und ich bin wirklich froh, dass er in der Situation ​eingesehen hat, dass Profi-Hilfe gut wäre.
Ich hatte wirklich Angst. Das habe ich eher selten, aber mir war mulmig…

Im Gegensatz zu einer anderen Läuferin brauchte er aber keine Infusion, sondern kam mit Ruhe, liegen und mit einem sensationellen Blutdruck unter dieser Belastung relativ gut wieder auf die Beine.

Und so endete auch dieses Wochenende zufrieden, für mich sensationell und gut.

3. wieder mal Frankentatort

Am Montag morgen bekam ich eine Nachricht von meiner Arbeitskollegin, ob ich zufälligerweise am Nachmittag für sie beim Dreh des Frankentatort einspringen könnte. Hm… klar 🙋
Ich wäre ja nicht ich, wenn ich nicht kurzfristig für etwas begeistert werden könnte.. Und hallo.. wenn schon mal in Bayreuth gedreht wird.. wie oft kommt das bitte vor??

Also hab ich morgens noch schnell den Wocheneinkauf erledigt, ein paar Körbe Wäsche gewaschen und bin dann am Nachmittag wieder zum Festspielhaus.
Diesmal sah der Drehplan Außenaufnahmen vor, aber das Wetter dachte sich „hey.. euch werde ich das verhageln!“ Gegen Mittag war es stark windig, die Birke hat sich gebogen und die Hagelkörner haben so manchen Baum „entpollt“.
Zum Start des Komparsenjobs an diesem Tag (14.00 Uhr) war es zum Glück wieder trocken von oben, aber die Temperatur war ganz schön gefallen.
Und dann steh da mal in den hochhackigen Schuhen und im Abendkleid und warte…
DAS war nicht mehr so schön, hat aber trotzdem immer noch Spaß gemacht und war eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Da ich aber auf Absatzschuhe etwas unsicher laufe, habe ich mir noch für die Szene, die wir gedreht haben, einen Begleiter geschnappt, bei dem ich mich unterhaken konnte 😄

Abends bin ich dann sogar noch zur Elternbeiratssitzung in der Schule gegangen 🙈
Man könnte sagen „Beate, Du bist echt doof… musst überall dabei sein“ – aber das bin halt ich 🙆

4. weiteres…

Am Dienstag stand dann den ganzen Tag das Gruppenleitertreffen der #dmsg an.
Hier wird halbjährlich besprochen, was es an Neuerungen gibt, wo Sorgen und Nöte sind und so weiter. Das war interessant, aber auch anstrengend.. man bedenke, dass ich  da schon ein gehöriges Schlafdefizit hatte.

Als nächstes war ausnahmsweise mal wieder arbeiten angesagt – man braucht ja auch mal eine Konstanz in seinem Leben 😉 Das führte schon so weit, dass mein Chef mich fragte, wann ich denn denke, dass ich mal wieder Zeit fürs Büro habe.. und ob ich mir das denn bald mal wieder einrichten könne 😇
Natürlich machen wir hier immer unsere Scherze, denn die Arbeit will ja auch ordentlich erledigt werden!

Zum Ende der Woche am Freitag stand dann das monatliche Gruppentreffen der  Albatrosse auf dem Plan. Wir waren wie immer eine nette Gruppe mit den unterschiedlichsten Themen.

Aber ich merkte schon, dass ich dringend Schlaf brauche.. der Körper eher schlapp und ich hörte meine Couch schon laut rufen.

5. krank!

Man kann sich denken, wie es weitergeht.. 😓
Halskratzen, Schluckbeschwerden, Nase dicht… na danke!
Am Sonntag, bei der Urnenbeisetzung meiner Oma (das kam auch noch obendrauf, war aber schon seit 2 Wochen bekannt) wurde ich gefragt, ob ich auf Pollen allergisch bin – es war ja alles schön gelb eingefärbt überall. Nein, das war eine dahergelaufene Erkältung, die mich voll erwischt hatte. (Protipp bei Erkältung: kleine Ingwerscheiben mit frischer Minze in gekochtem Wasser mehrere Minuten ziehen lassen – den ganzen Kram dann wieder raus aus der Tasse und mit Honig versüßen, das hilft!)

Wenn ich selbst die Zeit so rückblickend betrachte wundert mich das überhaupt nicht – bei meinemLebensstil zuletzt ☺

6. nächste Überraschung – Hamburg!! 

Wie es manchmal so passiert (mir besonders, anscheinend), bekam ich eine Anfrage von Sabine Marina (die Regisseurin von dem Film „Kleine graue Wolke“, der ihren Umgang mit der Neudiagnose MS dokumentiert) – ob ich denn Zeit und Lust hätte, an einem neuen Format in Sachen Multiple Sklerose mitzuwirken.
Ich müsste mich dazu nur mal kurz für einen Videodreh auf den Weg nach Hamburg machen.. und wenn möglich, würde der 4.5. gut passen. 😊
Ich dachte: „ja klar, ich bin dabei… ähm… will zwar am 6.5. beim WingsForLiveWorldRun in München mitlaufen, aber hey – das wird schon irgendwie“!“

Also wieder mal mit dem Chef über einen freien Tag verhandeln.. ein Glück habe ich genügend Überstunden – denn ich bin ja nicht dauernd irgendwo unterwegs, nur aktuell hat es sich etwas gehäuft!

Ich habe mir für den Freitag die Flüge buchen lassen und ahnte schon „auweia, das wird sportlich“. Aber es ging nicht anders, da wir schon am Samstag nach München fahren wollten, um vor dem Lauf am Sonntag noch etwas Ruhe zu haben (ja klar.. Ruhe.. ich… 😇) .

Jedenfalls befiel mich am Donnerstag Abend erstmal eine mittelkleine Panik, weil ich gar nicht wusste, was ich einpacken sollte.. 2x Wechselkleidung am besten, um verschiedene Szenen drehen zu können. Ich habe mir Mantra-artig eingeredet „ich bin da nur 1 Tag und brauch nicht viel und überhaupt.. was soll passieren?“ und ging auch früh / rechtzeitig angemessen (vor lauter Aufregung) ins Bett, weil ich ja am nächsten Tag früh aufstehen musste.

Aber alles lief glatt. Ich hatte morgens nochmal ein Outfit in die Tasche geworfen und machte mich guter Dinge auf den Weg nach Nürnberg zum Flughafen.
Ich flog gen Norden und wurde dann per Taxi (wie so ein Star 😅) zur Location gebracht.  Hier war dann ein großes Hallo angesagt – die liebe Heike Führ saß schon bei Roman „in der Maske“ (sie ist eine Koryphäe auf dem Gebiet Multiple Sklerose gut erklärt und hat auch schon mehrere einzelne Symptome und Möglichkeiten betreffende Bücher geschrieben) und ansonsten war das ein wie-zuhause-ankommen.

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Wir waren eine kleine Truppe, 4 Betroffene (okay, mit Sabine zu fünft) und jeder hat so seinen eigenen Stil in diese Produktion eingebracht. Ich lernte Marie kennen, die mit ihrer Herzlichkeit und Offenheit einfach eine Strahlefrau ist – man denkt wirklich nicht, dass sie schonmal im Rollstuhl saß und aufgrund einer Fehlberatung ihres Arztes einen mehrere Monate andauernden „Leidensweg“ hinter sich hat.

Und da sind wir gleich beim Thema: „man sieht Dir die MS ja gar nicht an“ – natürlich nicht! NIEMANDEM steht auf die Stirn geschrieben, welche Themen er gerade in seinem Leben zu bewältigen hat!  Und weil es der Cousine von einem Bruder des Bekannten mal ähnlich ging, sollte man NIE NIE NIE Krankheiten wie die Multiple Sklerose vergleichen. Völlig unabhängig davon, sollte man sowieso nicht davon ausgehen, dass 2 einander unbekannte Menschen das „gleiche“ Leben führen, nur weil beide vielleicht gerade erkältet sind… Diese Gleichmacherei ist einfach *sorry* kacke! (an diesem Tag das Lieblingsschild von Heike 😅)

Aber wieder zurück zum Thema 😄
Der Besuch in Hamburg machte es zu einem ganz wundervollen, interessanten, spannenden, lehrreichen, aber auch fordernden Tag. Ich fiel abends müde ins Bett (natürlich nicht, ohne vorher noch meine Eindrücke zu verbloggen…. – ich sollte das öfter machen, dann kommt es auch nicht zu solchen langen Romanen, wie ich gerade tippe…! 😆 ) Denn…

7. WingsForLifeWorldRun in München

…da war er nun. Der Samstag vor dem WingsForLifeWorldRun in München und zufälligerweise auch noch der Samstag vor dem Geburtstag des Göttergatten.

Ja, anstelle Familienfeier zuhause, machten wir einfach etwas ganz verrücktes (wer hätte das gedacht). Also haben wir ganz in Ruhe (wer braucht schon Stress? ICH nicht..) unsere Sachen zusammen gepackt und uns am Nachmittag auf den Weg in Richtung München gemacht.  Dort angekommen, haben wir uns erstmal die Startnummern für den nächsten Tag geholt – ich wusste schon vorher: ich trete ohne jegliches fixes Ziel an und schaue, was geht.. Denn was bei mir in den letzten Wochen los war, lies nicht unbedingt einen riesengroßen Erfolg erwarten und würde wohl jedem Ausdauersportler nur ein Kopfschütteln entlocken.

Aber egal – ich hatte Lust auf diesen Lauf und hatte Lust, mich mit meiner Freundin Barbara zusammen auf die Strecke zu wagen. Denn wenn 2 Diabetiker miteinander laufen, weiß der eine im Normalfall meistens gleich, wie es dem anderen geht.
Wir lernten uns schon vor > 20 Jahren kennen, als für dieses „neue“ Internet Diabetespatienten gesucht wurden, um so etwas wie eine Austauschplattform untereinander zu etablieren. Das war ne Sache, von der ich damals meine Eltern erstmal überzeugen musste.. Computer anschaffen, bei sowas anmelden, ein Modem besorgen (das waren noch Zeiten… 😅) – aber so bin ich halt..

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Als wir im Olympiapark ankamen wartete die nächste Überraschung auf uns!
Unsere guten Freunde Sarah und Sascha kamen gefahren, um mich bei meinem 1. Lauf zu unterstützen und natürlich auch wegen Daniels Geburtstag. Die Freude war groß, zumal Sarah nur noch ca. 7 – 10 Tage bis zur Geburt ihres kleinen Sohnes hat 😍.
Also theoretisch hätte es auch jeden Moment schon losgehen können – aber nein.. der Kleine dachte sich bestimmt „hier ist es schön in Mamas Bauch – da bleib ich noch ein wenig“ 😊

Ich hab mich so gefreut, dass die beiden da waren.. und ich war auch echt froh, dass meine Schwester sich um unseren Sohn gekümmert hat UND ich war noch viel mehr froh, dass sie zu viert bei km 3 auf Barbara und mich gewartet haben. Denn da bin ich in Sachen Blutzucker von schwindeligen Höhen tierisch abgerutscht und konnte dann nur mit Cola und noch mehr Traubenzucker weiterlaufen.

Letztlich wurden es aufgrund Stau beim Start 4,42km. Sascha meinte, vom Startschuss, bis wir über die Startlinie gelaufen sind, haben wir deshalb (wie fast alle) viele Minuten verloren.
Naja.. das Catcher Car startet eine halbe Stunde nach dem Startschuss.. damit muss man halt rechnen.
Ich bin in der ersten Hälfte aller Teilnehmer gelandet – Platz 31.163 von ein paar 70tsd Teilnehmern weltweit, das ist denke ich schon in Ordnung. Und mein Göttergatte hatte einen mal ganz anderen Geburtstag.. 😘
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Und die nächste Verrücktheit ist auch schon wieder geplant……

2019: WFLWR 10km! Ich hab jetzt ein Jahr Zeit zum trainieren und habe gelernt, was man wie am besten NICHT macht vor einem Wettkampf 😁

100 Meter…

Ihr lieben,

ich habe kürzlich in meiner SocialMediaTimeline einen Eintrag gelesen, der vom Film „100 Meter“ handelt.

Leider nur zu sehen auf Netflix, aber da mich der Film dermaßen angefixt hat, wollte ich ihn mir unbedingt anschauen!

Er handelt von einem Familienvater, der quasi mitten im Arbeitsstress die Diagnose „Multiple Sklerose“ bekommt und wie in den allermeisten Fällen steht das Leben erstmal kurze Zeit still, um danach mächtig durcheinander gewirbelt zu sein.

Dieser Film basiert auf einer wahren Begebenheit und ist in echt so passiert.

Er, Ramón, beschließt, einen Triathlon, den IronMan, zu finishen! Trainiert wird er von seinem kauzigen Schwiegervater – da ist genügend Zündstoff vorprogrammiert.

Schaut euch den Trailer an (englische Untertitel – der Film ist auf deutsch) und wenn ihr genauso wissen wollt, wie es ihm ergeht, könnt Ihr Netflix einen Monat kostenlos testen und euch den Film „100Meter“ anschauen.

https://m.youtube.com/watch?v=YFzabCeVadg

Denn manchmal kann man mit MS nicht mal mehr 100 Meter laufen.. und manchmal wächst man über sich hinaus.

Es ist die Krankheit mit den 1000 Gesichtern, die sich bei jedem einzelnen anders äußert.

DANKE für diesen Film!!!

Er sollte zum Welt-MS-Tag öffentlich gezeigt werden!!

Denn jeder MSler hat seine Herausforderungen – auch wenn man es jemandem nicht unbedingt gleich ansieht…

Don’t be afraid!!! Be stronger than MS 💪🏻

🙏🏻🌷

Neuling in Bloggerhausen – ich stelle vor! 😃

Ihr Lieben,

die Überschrift lässt vieles vermuten.. Wir haben einen Neuling in Bloggerhausen! Soll ich das sein? Möchte ich MICH vorstellen? Immerhin blogge ich ja schon längere Zeit – obwohl immer wieder lange Pausen dazwischen sind.
Das ist einfach den Umständen geschuldet, dass ein Instagram-Eintrag z.b. schneller verfasst ist, als ein ganze Blogpost.
Ihr seht das anders? Ich seh das so…
Mir „fließt“ nicht einfach so ein Text aus den Fingern, obwohl ich viele Ideen im Kopf hab ☺ Meistens genau dann, wenn gerade nichts da ist, um „bequem“ einen Eintrag tippen zu können. Über das Handy habe ich tatsächlich schon mal einen Eintrag geschrieben.. aber das ist wirklich nicht meine erste Wahl 🙅.
Auf später verschieben ist auch keine so gute Idee, denn dann geht es manchmal verloren, weil so viele Dinge im Kopf herumschwirren..

Um mal wieder zurück zum Thema zu kommen..
Ich möchte euch jemanden vorstellen! Eine liebe Freundin, die ich nun schon mehrere Jahre kenne (obwohl Facebook etwas anderes behauptet, aber was wissen die schon… 😅). Ich habe sie kennengelernt, nachdem ein Zeitungsartikel über mich bzw. meinen Umgang mit der Multiplen Sklerose veröffentlicht wurde.

Sie steht mir bei der Leitung unserer Selbsthilfegruppe Albatros Bayreuth unterstützend zur Seite und ich schätze ihre Hilfe sehr! Ich habe oft irgendwelche schrägen Ideen und sie ist dann diejenige, die mit Verstand und Logik an die Sache ran geht und mir auch manchmal sagt „naja….. soooooo der Knaller ist das jetzt nicht“ 😄

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Von ihr habe ich auch den Satz „es gibt keine Zufälle – es fällt einem zu, was fällig ist“ gelernt (natürlich stammt der nicht direkt von ihr, aber sie hat mich zu dem Zitat gebracht, das sich für mich immer mehr bewahrheitet) – alles hat einen tieferen Sinn und Grund im Leben, auch wenn man diesen erst Jahre oder Jahrzehnte später erkennen mag.
Nun aber genug der Vorrede – jetzt ist Steffi dran!!

Bitteschön 😘

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Sodele,

vor immerhin einem Viertel Jahr entstand die Idee, dass ich Beate mal ein paar Fragen im Interwiev-modus beantworte, damit sie das Ganze dann auf ihrer Homepage nett präsentieren kann und in diesem Atemzug dann auch gleich einen Hinweis auf meine nigelnagelneue und noch immer im Aufbau befindliche Homepage verlinken kann.

Quasi eine Win-Win-Situation – eine super Idee, ganz einfach und schnell erledigt……..tja, es sei denn, man heißt Steffi, ist Anfang 50 und setzt manchmal die Prioritäten an anderen Stellen.

Aber genug gejammert – jetzt sitze ich ja hier und mache meine Hausaufgaben 😊

Also, ich bin noch immer die Steffi, zarte 51 Jahre jung und habe 2 eigene und 2 gepachworkte Kinder. Mein großer Sohn schickt sich an, dieses Jahr 30 Jahre alt zu werden, meine Prinzessin kommt gerade in die Pubertät – eine Zeit, vor der sich alle Eltern mehr oder weniger gruseln. Die zwei gepachworkten Jungs liegen mit fast 20 und 17 genau mitten drin (wie unschwer zu erkennen ist, gab es genug gute Gründe, die Prioritäten im letzten viertel Jahr anderweitig zu positionieren).

Geboren wurde ich im schönen Sachsen (wo die hübschen Mädchen wachsen) und habe vor 13 Jahren meine Zelte in Oberfranken aufgeschlagen. Ein Schritt, den ich nie bereut habe, denn hier habe ich tatsächlich Wurzeln geschlagen. Seit ich hier lebe, fahre ich zu Besuch nach Sachsen und wenn ich zurückkomme, komme ich nach Hause.

Die Diagnose MS bekam ich am 28.10.2011 von meinem damaligen Neurologen mitgeteilt. Wie bei so vielen MS-lern hatte es sich die MS (aus heutiger Sicht) bereits Jahre vorher gemütlich gemacht bei mir.  2011 war dann offenbar die richtige Zeit gekommen, um sie zu entlarven.

Mein Leben hat sich seitdem ziemlich verändert. Am bemerkenswertesten ist sicher der Umstand, dass ich seit geraumer Zeit nicht mehr Vollzeit arbeiten gehe.

Bemerkenswert deshalb, weil ich mich seit Beginn meiner beruflichen Laufbahn(en) immer sehr stark über meine Jobs definiert habe. Immer mehr machen und geben, als gefordert wird, sehr ehrgeizig immer wieder neue, höhere Ziele verfolgen.

Hier hat mir die MS sehr schnell beigebracht, dass es SO keinesfalls weiter gehen kann und wird. Vielleicht war dieses Leben unter Volldampf ja auch ein Grund, warum die MS zu mir zog?

Jedenfalls beziehe ich seit 2014 eine Teilerwerbsminderungsrente, welche mich finanziell in die Lage versetzt, „nur noch“ halbtags zu arbeiten.

Warum ich blogge?

Auch hier muss ich feststellen, dass alles zu seiner Zeit geschieht. Ich hatte bis heute ein durchaus sehr aufregendes Leben und habe in vielen Situationen gedacht – DAS müsste ich in einem Buch aufschreiben. Ich wusste nur nie, wie ich das anfangen soll und hatte vergessen, dass ja auch die Besteigung eines Berges immer mit dem ersten Schritt beginnt. Ich hatte schlichtweg Angst vor so einem großen Projekt wie einem ganzem Buch nur mit Gedanken und Erlebnissen, die mich betreffen. Wen sollte das wohl interessieren?

Dann kam eines Tages die Anfrage, was ich denn davon halten würde, mit anderen MS-Betroffenen über das / mein Leben mit MS zu berichten in Form von Blogbeiträgen, die (ohne großen Termindruck – DAS ist das Wichtigste) dann in gewissen Zeitabständen veröffentlicht werden. Die Idee gefiel mir vom ersten Moment an also lies ich mich auf das „Abenteuer“ ein. Ich stellte sehr schnell fest, das ich mich in dem Metier zu Hause fühle. Es gibt Zeiten, da ist weder Zeit noch Raum in meinem Kopf, für irgendwelche Beiträge. Aber es gibt auch Zeiten, in denen sprudeln die Ideen nur so aus mir heraus und zwar so viele Ideen, dass es auch noch für eine private Seite ausreicht. DAS war der Grund, warum ich nun auch meine eigene Seite angefangen habe aufzubauen.

Ich werde Zeiten haben, wo ich mein Hirn anderweitig einsetzen muss/will/werde aber es wird auch Zeiten geben, in denen die Ideen nur so purzeln und dann wird meine Seite wachsen und gedeihen. Es wäre wunderschön, wenn ich mit meinen Gedanken und Geschichten andere Menschen berühren kann – mehr wünsche ich mir nicht.

Oberste Priorität: alles kann, nichts muss! Es passiert alles zu seiner Zeit!

Von Herzen Steffi

https://www.trotzdemlebensmutig.com/

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Läuft bei mir… mal mehr, mal weniger 😜

Ihr Lieben,

wie manche vielleicht schon über andere soziale Medien mitbekommen haben, bin ich seit Anfang diesen Jahres mehr in Bewegung. Und nein – das war kein Neujahrsvorsatz, wie ich schon oft gefragt bzw. angesprochen wurde – ich hatte einfach am 1.1.18 einen Moment, in dem ich einfach raus an die frische Luft und mich bewegen wollte.

Also hab ich zum Mann gesagt „hey… Du willst heut doch sowieso noch ´ne Runde laufen.. was hältst Du davon, wenn ich einfach ein kurzes Stückchen mit dabei bin?“
Und ja, dann ging es los. Erstmal passend anziehen, bequem sollte es sein, aber glücklicherweise habe ich mich ja mal bei einem ALDI-Angebot mit einer entsprechenden Funktionsjacke versorgt.

Und eine passende Hose hatte ich auch zuhause, weil ich ja schon öfter Nordic Walking Runden absolviert habe und so atmungsaktives Zeug halt einfach gut ist, wenn man Sport macht.

Das Kind hat sich überlegt „na dann fahre ich einfach mit dem Rad neben her“ und schon waren wir unterwegs. Es wurden dann immerhin 3,03km in 28 Minuten.

 

 

Gleiches galt dann 2 Tage später. Der Vorteil war, wir hatten die Möglichkeit, weil das Kind bei den Großeltern zu Besuch war. Und dann am Wochenende nochmal.
Ich war also in meiner ersten „Läuferwoche“ 3x unterwegs √ 😄

Dann habe ich überlegt, wie ich das wohl hinbekommen kann, wenn ich erst wieder arbeite. Um den Jahreswechsel ist immer zwecks Jahresabschluss viel zu tun und privat bin ich Mitorganisator vom Schulskikurs. Laut HIER rufen konnte ich schon immer, wenn die Arbeit verteilt wurde 🙈

Aber es hat geklappt! Weil Montag mein regulärer freier Tag ist, konnte ich den Lauf (es sind ja nur 3 km bisher) gut in die Mittagszeit legen und sogar am Mittwoch konnte ich mittags laufen gehen.
Wobei das schon eine andere Nummer war, weil ich zum einen vom Büro kam und zu einer gewissen Zeit wieder zuhause sein musste, wenn der Sohn von der Schule heimkommt, da der Göttergatte beruflich unterwegs war.

Das hat auch wunderbar funktioniert und ich freu mich sehr darüber, heute das 6. Mal laufen gewesen zu sein. Es tut mir gut und ich will wirklich versuchen, dem Laufen einen konstanten Platz in meinem Leben zu geben.

Mal sehen, wie es nächste Woche in der Skikurswoche aussieht, wenn mir 3 Nachmittage quasi wegfallen. Aber auch dafür findet sich eine Lösung  👍 🏃‍♀️💨

Hattet ihr denn Neujahrsvorsätze?  Das war bei mir ja keiner, auch wenn man das schnell glauben mag.  🤷‍♀️
Oder seid ihr auch einfach mal zu etwas gekommen, das ihr dauerhaft in euer Leben übernommen habt? Und wie geht es euch nun mit der „neuen“ Tätigkeit, dem neuen Hobby?

Ich wünsche euch jedenfalls eine gute Zeit und vor allen Dingen auch, dass ihr euch euer Leben so bunt malt, wie nur irgend möglich 🎨 😘💖