Sonne aus Lissabon zum Mitnehmen :) – mein DXLisbon-Erlebnis..

Ihr Lieben,

ich hatte es ja schon angekündigt…

Meine Nach-Urlaubs-Reise führte mich in das tolle Lissabon zum DX-Lisbon2019.
Ihr könnt bestimmt mit dieser Abkürzung erstmal nix anfangen, klar.
Das DX steht für „Diabetes Exchange“, also Austausch unter (Typ1)Diabetikern in Lissabon im Jahr 2019.

Dahin wurde ich also für vor 2 Wochen eingeladen. Zu einem internationalen Bloggertreffen, wie so ´ne Influencerin, obwohl ich mir selbst den Titel nie geben würde und das glaube ich auch nicht bin. International heißt auf jeden Fall, die Englisch-Kenntnisse heraus zu kramen, die ich im täglichen Leben eher nur selten brauche. Aber es hat funktioniert.
Anfangs noch holprig am Freitag, am Samstag wurde ich immer sicherer und am Sonntag hätte ich gerne noch ein paar Tage dran gehängt 🙂

Begonnen hat das Wochenende aber zuerst ganz anders.
Dass ich nach Lissabon fliegen würde, hat mich sehr gefreut. Ich hatte zwar ein schlechtes Gewissen, wegen der CO2-Bilanz, aber mit dem Zug zu fahren hätte zeitlich nicht in mein Leben gepasst. Als ich auf Twitter meine Freude über diese Chance mitteilte, bekam ich eine Nachricht von Kathy, die ich von dem letzten DX in Berlin kannte. Ihre Tochter ist die Diabetikerin in der Familie und Kathy hat vor 5 Jahren aus eigenem Interesse und weil es ihr wichtig war, genau über diese Krankheit Bescheid zu wissen, sich viel angelesen, viel geforscht und dann schließlich zusammen mit Mandy den Blog www.kinder-mit-typ1-diabetes.net geschaffen. Hier können Eltern von neu diagnostizierten Kindern Fragen stellen, sich Anregungen holen, Informationen austauschen oder sich selbst untereinander vernetzen.

Meine Eltern wären damals sicher froh gewesen, hätte es so eine Anlaufstelle schon gegeben. Das hat Kathy am DX-Treffen auch oft gehört. Eltern möchten in den meisten Fällen ihre Kinder gut begleiten und das können sie dann gut, wenn sie sich mit anderen austauschen können.

Jedenfalls war für mich klar, wenn ich ohnehin zum Münchener Flughafen fahre, kann ich Kathy bei Ingolstadt gleich einsammeln und wir fliegen zusammen. Ich war so froh drum, nicht alleine in Lissabon landen zu müssen und so kannte ich wenigstens schon eine Person, die an diesem Wochenende mit dabei wäre.

So doof das klingt, aber das hat mir eine gewisse Sicherheit bei der ganzen Aufregung gegeben. Ihr kennt mich – nach Außen wirke ich manchmal so, als hätte ich alles im Griff, aber das war etwas ganz Großes für mich.

Jedenfalls begann unser Treffen erstmal mit einem allgemeinen Hallo und ersten Gesprächen. Hier trafen sich 35 Teilnehmer aus 15 Nationen. Das war echt der Hammer! Leute aus Polen, Finnland, England, Portugal, Italien, Deutschland, Schweden, Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Tschechien, Griechenland, Irland, Spanien und sogar aus Amerika (Sorry folks, if I´ve missed one of you 😘)

Eine bunte Mischung also, die alle eines vereinte – alle waren und sind Typ1-Diabetiker! Aber natürlich ist es nicht möglich, alle in die gleiche Schublade zu schieben. Denn jeder lebt seinen Diabetes auf seine eigene Art und Weise!

Da wir jedoch von #abbott eingeladen waren, waren sehr viele #freestylelibre an den Armen zu sehen 😎

Es folgte ein leckeres Abendessen in der Innenstadt Lissabons.
SO eine tolle Stadt – und zufälligerweise war an just diesem Wochenende auch gerade noch ein Stadtfest. Die Leute waren auf den Beinen, haben getanzt, gefeiert und es war einfach eine superschöne Stimmung gewesen.

 

Der Samstag folgte mit vielen Vorträgen an einer ganz besonderen Location!
Hier wurden Kunst und Kultur verbunden und wir durften am Nachmittag sogar in der Praxiseinheit sprayen 😎

Das Mittagessen hatten wir vorher quasi ums Eck eingenommen, in einem alten umgebauten ehemaligen Fabrikgebäude, das sehr lässig auf todschick getrimmt worden war. Also es war alles schon ziemlich beeindruckend.
Die Leute, die Stimmung, das Wetter – einfach alles 😍

Die Vorträge waren insgesamt aber auch sehr beeindruckend!

Wusstet ihr, dass wir es in Deutschland mit unserem Gesundheitssystem doch ziemlich gut haben? In Amerika z.b. müssen Diabetiker ihr Insulin selbst bezahlen, da gibt es keine Krankenversicherung. Und wenn Du Pech hast und Dein Insulin leer ist, bevor der Lohn auf dem Konto ist, schaust Du in die Röhre! Das muss man sich echt mal vorstellen!!! 😫 Insulin ist LEBENSNOTWENDIG für Diabetiker!!!
Da kann man nicht einfach mal nix essen…

Hier hat uns Appleton besucht – ein Künstler, der leere Insulinampullen kreativ weiterverarbeitet. Seine Geschichten waren haarsträubend und jedes Mal dachte ich „wow…. meine Insulinpumpe für an die 4tsd € zahlt die Krankenkasse… das Verbrauchsmaterial auch… und erst recht das Insulin und alles, was dazu gehört“!!
Das war wirklich beeindruckend, zu hören, wie es in anderen Teilen der Erde zugeht..

Oder auch als Kathy ihren Vortrag hielt, waren alle bei dieser Anmerkung, dass wir in D höchstens eine kleine Rezeptgebühr dazu zahlen müssen, total begeistert.

Aber als sie dann als Letztes noch eine kleine Übersicht an die Wand warf, dass das ganze Gerede von Inklusion manchmal wirklich nur Gerede ist, da eine Schule tatsächlich die Möglichkeit hätte, einen Schüler mit Diabetes nicht aufzunehmen – da ging ein Raunen durch die Menge und alle Gesichter waren wie versteinert.

Aber es gibt diese Möglichkeit.
Wenn ein Lehrer es sich nicht zutraut, ein diabetisches Kind in seine Klasse aufzunehmen, kann er es quasi zurückweisen. Denn da mittlerweile jeder wegen allem verklagt werden kann (und leider viele manchmal gefühlt nix anderes zu tun zu haben scheinen, als immer gleich mit einem Anwalt zu drohen), ist das sicherlich auch für Lehrer nicht die einfachste Situation.
Aber was bleibt?

Nur Aufklärung, Schulung, Aufklärung, Gespräche, Schulungen, Aufklärung!

Hier gibt es eine tolle Stiftung, welche Dianino heißt. Diese unterstützt bei Bedarf auch Eltern von Typ1-Kindern kurz nach der Diabetes-Diagnose in der Familie, hilft dabei, das alles erstmal anzunehmen und einen Weg zu finden und klärt aber auch in bzw. bei Schulen über Diabetes und seine Besonderheiten auf.

Eine großartige Sache, wie ich finde!

Ja, nach diesem Tag hatten wir uns das Abendessen wohl redlich verdient und auch hier kamen natürlich die Gespräche untereinander nicht zu kurz.

Der Sonntag war so als Rausschmeißer leider ziemlich verregnet, aber wir bekamen im  relativ neuen Uni-Gebäude (mit Handyladestationen an jedem Sitzplatz 😁) nochmal 2 ganz wunderbare Vorträge zu hören zum Thema „Neue Technologien bei Diabetes“ und „Sience Fiction im Gesundheitsbereich“.
Äußerst interessant mal wieder von zwei richtig tollen Rednern.

Das beste dran war, ich habe das allermeiste verstanden, obwohl tatsächlich jeder einzelne Vortrag auf Englisch gehalten wurde💡!

Tja und als es dann nach Abschluss des Ganzen und allgemeiner Verabschiedung wieder zum Flughafen ging, sank die Stimmung leider ziemlich.
Es herrschte starker Nebel, weswegen viele Flugzeuge nicht landen und demzufolge auch nicht wieder starten konnten. Unser Flieger war auch ca. 2 Stunden dann verspätet und so durften Kathy und ich noch eine Nacht in Frankfurt dran hängen.

Aber: wir wurden in einem Hotel untergebracht und durften sogar noch einen Mitternachtsimbiss zu uns nehmen. Na danke 🙂 Umgebucht waren wir auf den ersten Flieger am nächsten Tag – Start 5.40 Uhr 😬

Hieß also entsprechend früh aufstehen, um rechtzeitig wieder am Flughafen zu sein.
Die Nacht war kurz und diese nur ca. 2 Stunden Schlaf waren kaum erholsam.
Aber egal! Zurück in München galt es dann nur noch, heile zuhause anzukommen…

Das war wirklich ein Wochenende, das es in sich hatte!!!
Es war toll, erlebnisreich, aufregend, bezaubernd, interessant, wissenswert und insgesamt einfach ganz wunderbar 💓.

Ich danke #abbott für diese tolle Chance und freue mich über die vielen Kontakte, die ich hab knüpfen können.

DANKE!

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WERBUNG, da Namensnennung!
Ich wurde für diesen Blogbeitrag nicht bezahlt. Dieser Beitrag spiegelt alleine meine Meinung wieder und wurde nicht von irgendjemandem beeinflusst.

Pics by Dimitris Bounias & Grainne Flynn & others 😘

Laufend etwas anderes 🤷‍♀️

Ihr lieben,

diese Lauferei ist ja schon so ein Ding – man könnte mittlerweile meinen, mein Leben besteht aus nix anderem. Dem ist aber nicht so.

Mein Leben besteht zudem aus vielen Verpflichtungen, Dingen, um die ich mich kümmern sollte (und das auch tue) und wird nicht unmaßgeblich von bissl gesundheitlichem Gedöns begleitet.

Soweit normal. Nun bin ich aber auch noch vom weiblichen Geschlecht und darf/muss mich ca. alle ~4 Wochen mit hormonellen Eskapaden herumärgern, was dem Leben in so mancher Phase noch einen Zusatzlevel verpasst.

Somit gab es heute morgen vieles im Angebot:

– früh wach sein, aber lieber noch bissl liegen geblieben

– Blutzuckerspiegel nicht so ganz optimal für einen geplanten / gewünschten Lauf

– durch das herumbasteln am BZ-Wert (Kohlehydrate auftanken – die richtigen!) etliches an Zeit verloren

– das schlechte Gewissen („wie bekomme ich das zeitlich dann alles unter?“) mit dem Plan beruhigt, einfach schneller zu laufen (ha ha… genau… ich… 🙈)

– losgestürmt (mal wieder zu schnell am Anfang)

– zwischendrin gemerkt „oh, mein Puls hat mich schon überholt und läuft 100m voraus“

– Tempo rausgenommen

– BZ gemessen und ausgeglichen

– kurz auf die Bank in die Sonne gesetzt und erstmal das pochende Herz zur Ruhe kommen lassen

– mit dem vorbei-walkenden Dönermann („ich habe auch vegetarischen Döner“) weitergewalkt – kein Spaß! War ein nettes Gespräch 👍🏻

– dann nochmal losgelaufen und aus Zeitgründen den nächst-kürzesten Weg nach Hause eingeschlagen

– zuhause ankommen („Kind, die Mama liegt hier auf dem Liegestuhl und ist kaputt“ – „soll sie machen…“ – ich lieb euch auch 😘)

So: was hat mich heute morgen so zerlegt? Die Blutzuckerkapriolen? Der Blutverlust und der ganze hormonelle Kram?

Ja, liebe Männer – das ist einer der Punkte, womit ihr euch NICHT herumschlagen müsst… und weshalb Frauen manchmal auch bissl „dünnhäutig“ und weniger belastbar sind. Diesen Kampf müssen wir meist alleine ausfechten und uns manchmal dafür auch noch echt blöde Sprüche anhören 🤷‍♀️

Wer aus der Läuferinnenzunft kann etwas über dieses Thema sagen? Einfach den Lauf streichen wäre zu schade.

Die Lösung wird wohl sein, es so anzunehmen, wie es ist, weil motzen bekanntlich ja nicht viel hilft.

Ich wünsche euch allen ein tolles Osterfest – genießt die freien Tage 🙏🏻🎈🐣🐰

Laufen nach Plan? Egal.. hauptsache Spaß!

Ihr lieben

mich hat es heute morgen gepackt!

Der Göttergatte musste heute beizeiten los, der Herr Sohn hat bei einem Freund übernachtet, also konnte ich ganz nach meiner Zeit laufen und musste auf nix und niemanden Rücksicht nehmen.

Naja auf MICH bzw meinen Blutzucker musste ich schauen, aber das bekomme ich hin. Also startete ich gut gelaunt los und dachte zwischenzeitlich mal „was hast du dir da nur vorgenommen 🤭“.

Ich schlug einen Weg ein, wo ich wusste, das wird etwas länger werden.

IMG_3137.jpgNach der üblichen kurzen Pause rund um km 3 und kurzem sitzen in der Sonne (ach war das toll, das hätte ich noch länger ausgehalten 😅👍🏻), bin ich dann weiter gelaufen, denn irgendwann wird ja das Kind wieder angeliefert – da sollte ich zuhause sein

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Da es dann nur noch bergab ging, lief es quasi von alleine und ich bin immer wieder erfreut und dankbar, dass meine Beine das so gut mitmachen 🙏🏻.

Hach, irgendwie bin ich jetzt nicht mehr ganz so besorgt, wie das in 3 Wochen beim #WingsForLifeRun in München werden soll.. irgendwie wird’s 🙈😅

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schnauflauf

Ihr lieben,

heute mal wieder ein Blogeintrag über mein geplant-ungeplantes Leben – schöne Grüße gehen hier an Stephanie Müller-Kok, die aus einer persönlichen Geschichte heraus den Weg zur Lebensbegleiterin beschritt und sich dieses Wortspiel zueigen gemacht hat.

Wie ihr schon wisst, sind Pläne ja nicht so unbedingt mein Ding und ich mag die Flexibilität lieber. Dadurch habe ich schon in der 1. Woche meines Laufplanes angefangen, die Termine zu schieben bzw. zu tauschen, weil es das Leben nicht anders ermöglicht hat.

Somit stand gestern das Tempotraining bzw. Geschwindigkeitswechsel an und für heute blieb der lange Lauf.

EINE ganze Stunde wollten / sollten bewältigt werden.. 😳

Was dem gewöhnlichen Läufer ein müdes Lächeln ins Gesicht weht, ist für mich echt eine Herausforderung. Aber ich habe mich ihr gestellt, denn Versuch macht ja bekanntlich kluch 👍🏻.

Ich war wieder in Begleitung meines Ausdauersportlerehegatten und der Herr Sohn war das Begleitfahrzeug.

So trotteten wir los und ich war (mal wieder) am Anfang gleich zu schnell. Die ermahnenden Worte „mach langsam, du willst doch bis zum Ende durchhalten“ würden mich den fast ganzen Lauf begleiten – aber es fällt mir echt schwer, auf die Bremse zu treten, wenn ich grad gefühlt gut unterwegs bin 🤷‍♀️

Aber: der erfahrene Läufer sollte recht behalten! Denn schon ab der Hälfte musste ich direkt eine kurze Gehpause einlegen.

Das war auch ein Stück weit dem Blutzucker geschuldet und dem Umstand, dass sich meine Beine schon Pudding-mäßig anfühlten. Also Gel nehmen und weiterlaufen.

Das ging dann wieder ein Stück weit und dann musste ich nochmal eine kleine Pause machen. Wieder messen, wieder Gel und naja.. ich sehe es am Blutzuckerverlauf 🙈📉

Hier werd ich weiterhin dran rumdoktern, denn das Gefühl zu haben, dass es einem gleich die Füße wegzieht, ist halt nicht das angenehmste. Und vor lauter ich-weiß-nicht-was gibt es nur ein Foto, als ich schon wieder längst zum ausruhen auf dem Klappstuhl saß 😎👍🏻

Aber Fotos sind auch nicht so wichtig – wichtig ist, dass ich tatsächlich eine ganze Stunde durchgehalten habe.

Und DAS ist wieder ein weiterer Schritt außerhalb meiner Komfortzone, aber einer, der sich absolut lohnt 🙏🏻🎈🍀

Weihnachtliches im Alltagsversteck

Ihr lieben,

nachdem ich heute Vormittag beim Frisör war, lief ich auf dem Parkplatz bei Starkregen (herzliche Grüße an den Erfinder des Regenschirms!!) einem meiner Arbeitskollegen über den Weg.

Nach den üblichen Weihnachtswünschen sagte er noch, dass ich aussehen würde, wie ein Weihnachtsengel. Okay.. wenn man von meiner Tannenbaum-ähnlichen Frisur absieht, war das ein nettes Kompliment, das ich dankend an nahm. ☺️

Ich wünschte ihm und seiner Familie noch schöne Weihnachten und wir verabschiedeten uns.

Im Anschluss brachte ich (immer noch im Regen) eine Tasche voller gestern dem Ausmisten des Bücherregals zum Opfer gefallener aussortierter Bücher zum städtischen Bücherschrank. Hier kann jeder Bücher einlegen oder sich welche herausnehmen, ganz ohne Leihgebühr, Kaufpreis oder sonstwas.

Ich sah, dass gerade ein junger Mann drum herum schlich und mal von der einen und auch von der anderen Seite sich die vorhandenen Bücher anschaute.

Zuerst hatte ich Bedenken, ob denn alle meine Bücher in den Schrank passen würden, denn der Bücherschrank ist oftmals gut gefüllt. Aber ich hatte Glück – das unterste Regalbrett war mit Ausnahme zweier Bücher noch leer.

Beim Auspacken der mitgebrachten Bücher kamen wir ins Gespräch. Er hielt mir freundlicherweise den Regenschirm, da man naturgemäß nur 2 Hände hat und Schranktür aufhalten, Schirm festhalten bei zusätzlich starkem Wind, Tasche festhalten und Bücher in den Schrank packen dann doch eine spannende Geschichte war 🙈

Er meinte, er finde dieses Konzept echt toll und suche immer nach spannenden Büchern, da er sich leider aus finanziellen Gründen nicht so ohne weiteres ein Buch kaufen könne. Meine Bemerkung, ich hätte hauptsächlich Krimis dabei, kam gut an, da das anscheinend genau das ist, was er auch gerne liest.

Letztendlich hat er von den acht oder neun Büchern knapp die Hälfte in seinem Rucksack verstaut und zur Verabschiedung mir noch hinterhergerufen: „DANKE – jetzt ist mein Weihnachten gerettet“

Da wurde mir dann ganz warm ums Herz und ich dachte mir „es hat alles seinen Sinn im Leben und die passenden Dinge kommen zur passenden Zeit“.

Ich wünsche euch allen eine schöne Weihnachtszeit und ein frohes Fest, im Vertrauen darauf, dass sich im Leben alles zum Guten wenden wird.. 🙏🏻🎄💞

Der Staffelberglauf.. eine zu spontane Idee?

Ihr lieben,

manchmal neige ich dazu, Dinge nicht gut zu durchdenken.
Klar ist es gut, wenn man spontane Entscheidungen trifft – allerdings enden diese dann manchmal nicht so wirklich gut.

Heute fand der Staffelberglauf mit Start im oberfränkischen Bad Staffelstein statt. Der Name Staffelberglauf lässt vermuten, dass es einen Berg hinauf geht. Hier waren heute  3960 Meter und 260 Höhenmeter zu überwinden.

Ich dachte mir: „Naja.. ich habe heute ganz spontan keine Kinderbetreuungspflicht  und ach… knappe 4 Kilometer.. krieg ich hin!“

Die dazugehörigen Höhenmeter hätte ich aber besser mal nicht unterschätzt.
Denn auch wenn Bayreuth und meine übliche Laufstrecke etwas hügelig ist, erreicht das lange nicht die Höhenmeter des Staffelberges. Da gehts  halt auch echt in gewissen Passagen arg steil hoch.

Es kam also, wie es kommen musste. Beim Start noch guten Mutes musste direkt gleich der erste Anstieg bewältigt werden, um dann nach einem kurzen flachen Stück wieder auf eine längere Strecke bergauf zu kommen.

Da wir von zuhause aber etwas verspätet gestartet sind, zudem innerhalb kürzester Zeit alles soweit zusammen gesucht hatten, am Morgen noch nen Winterreifenwechseltermin hatten und nicht wirklich gut gefrühstückt haben, waren die Voraussetzungen nicht gerade optimal für mich.

Mein Blutzucker war auch nicht wirklich gut eingepegelt für den Lauf heute, aber ich wollte es versuchen und bin daher auch gestartet.
Aber die Strecke zog sich schon elendig und ich habe meinen Körper heute nicht wirklich in Bewegung gebracht.

Als dann nur noch 200 m (!!!) bis zum Ziel waren und Daniel mir schon entgegen kam, weil er sich Gedanken machte, wo ich denn abbleibe, gab ich auf!

Denn die letzten 200m wären nochmals eine fetzen Steigung gewesen und ich dachte nur noch, ich kipp gleich um. Blutzucker nicht passend, die Beine schmerzten und überhaupt wollte ich mir die Schmach nicht geben, als letzte ins Ziel zu wackeln.
Und das mit dem wackeln meine ich ernst.

Also drehte ich um und wir liefen gemeinsam wieder nach Staffelstein.

Wer sich nun denkt „DNF 200m vor dem Ziel!??! – die hat ja nen Knall“, kann sich das ruhig denken. Ich habe daraus gelernt!

1. Aus einer Laune heraus einen (für mich ungewohnten, weil untrainierten) herausfordernden Wettkampf laufen, läuft nicht.

2. Ohne passende Vorbereitung einen spontanen Lauf laufen, läuft auch nicht.
Ich muss tatsächlich wegen meinem Diabetes die Dinge gut planen können, die Basalrate entsprechend anpassen, passend vorher essen und trinken, damit ich zumindest gesundheitlich auf der sicheren Seite bin.

Ich habe heute leider auch nur ein einziges Foto für euch (das war

Es wurde die schwarze Uhr.. 🙂

vor dem Losfahren) – und das sagt auch schon eine Menge über meinen heutigen Lauf aus 🙂

Vielleicht wäre so ein Trainingsplan doch mal nicht so verkehrt…. 🙂

Jet-Set-Leben… :)

Ihr Lieben,

viele mögen es ja in so manchem sozialen Netzwerk schon mitbekommen haben.
Aktuell geht es ziemlich rund in meinem Leben und ich habe auch aus einigen Gründen schon länger keinen Blogeintrag mehr geschrieben.
Aber jetzt hab ich wieder den Wunsch danach und momentan direkt auch die Zeit dafür – also ran an die Tasten in Sachen Statusbericht der letzten 2 Wochen..  💻

1. Dreh des Frankentatort

Ich hatte doch tatsächlich die Möglichkeit, als Komparse beim #Frankentatort mitzuwirken, der bis Mitte April in Bayreuth gedreht wurde. Und das sogar an 2 Terminen, jeweils im Festspielhaus, jeweils in Abendgarderobe, jeweils als Teil einer Festgesellschaft. Und ich wäre nicht ich, wenn ich mir DAS entgehen lassen würde 😁!

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Also nahm ich mir für den Freitag frei, denn der Dreh würde den ganzen Tag dauern.
Wir sollten uns alle pünktlich um 8 Uhr beim Festspielhaus einfinden – das war kein Thema. Allerdings morgens schon in Abendgarderobe und mit ner tollen Frisur aus dem Haus zu stöckeln war dann doch etwas naja.. gewöhnungsbedürftig, aber in Anbetracht des Anlasses völlig okay.

Der Tag begann mit warten, denn die 400 Komparsen mussten alle erstmal registriert werden. Es bildete sich eine lange Schlange aufgehübschter Menschen vor dem Festspielhaus und einige Schüler der nahegelegenen Realschule und auch Gassigeher dachten sich sicherlich: „was bitte ist hier los?!?“

Nun, auch nach Abgabe des ausgefüllten Bogens hieß es erstmal: warten!

Dann kam der Regieassistent und erklärte uns, wie das weitere Vorgehen sein wird.

Ich darf euch das natürlich nicht erzählen, dazu wurden wir verpflichtet – und auch Fotos am Set wurden verboten, selbstverständlich! 🤷‍♀️

Fakt ist, wir drehten mehrere Szenen mit so manchen Umsetzungen im Festspielhaus, dann war die Mittagspause angesagt. Hier tauschte ich dann die 👠 in flache Schuhe – die Füße freuten sich 👍🏻!
Denn wenn man als Publikum im Festspielhaus sitzt schaut einem niemand auf die Schuhe 😅.

Das Wetter war uns hold, wir konnten mittags in der Sonne sitzen und die Pause genießen. Immerhin, wenn man fürs warten bezahlt wird, hat das doch auch was. img_8505img_8507<

Der Nachmittag ging ähnlich weiter. Drehen, sitzen, warten. Am Abend bekamen wir aber ein großes Lob vom Regieassistenten, dass wir so diszipliniert und super mitgemacht hätten.

Abends um halb Acht waren wir dann mit allem fertig und das war ich dann auch wirklich: fertig 😅

So toll es ist, mal einen Einblick zu bekommen in Dreharbeiten und wie es an so einem Set läuft, so anstrengend war es trotzdem. Auch wenn man viel wartet, muss man doch dann beim Dreh immer absolut konzentriert dabei sein.

Viel Ruhe hatte ich dann abends aber trotzdem nicht, denn es ging ans Koffer packen – oder sagen wir lieber: „notwendige Dinge für eine kurze Schlafenszeit in eine Tasche werfen“.

2. Die Treppe

Denn am Samstag machten wir uns auf den Weg nach Radebeul – der #metm warf seine Schatten voraus 😊

Erst noch das Kind noch zu den Großeltern gebracht, weil er sicherlich dort mehr Spaß haben würde, als 20h lang an der Strecke zu stehen und zu warten (dieses Thema verfolgte mich irgendwie 😅🙈).

Wir machten uns also auf den Weg und neben mir saß ein hibbeliger und aufgeregter Sportler, der etwas großes vor sich hatte: den #metm – in der Einzelkampfversion, sprich 100x treppauf und treppab in 24 Stunden! Wenn euch das näher interessiert, bitte hier nachlesen: https://www.endurange.com/treppenwitz-in-der-todeszone-metm-2018/

Wir haben dort auch wieder Freunde getroffen, man kennt sich, es sind ja meist viele dabei, die man schon bei anderen Veranstaltungen getroffen hatte. Und auch manche, die immer gerne zum Supporten dort sind 💁

Für mich hatte ich mir ein Zimmer in einer nahegelegenen Pension gebucht, da ich die Rückfahrt am Folgetag übernehmen sollte / wollte. Dort war ich untertags schon mehrmals (Tasche hinbringen + Zimmerschlüssel holen, abends als es kalt wurde die lange Hose + Jacke holen)  und nachts um 2 dann schlafen legen. Um 5 klingelte der Wecker, denn ich hatte ja einen Job an diesem Wochenende… Also bin ich wieder zur „Treppe“ spaziert und habe dort etwas gefrühstückt. Die Läufer oder Treppenbezwinger waren noch voll in Action – mit unterschiedlichem Erfolg bzw. Kräftestatus.

Auch mein Mann quälte sich noch einige Runden auf und ab. Nicht nur ich habe unterstützt, Salztabletten und sämtliches Essen gereicht, geredet, angefeuert, geholfen und gebangt (mein Dank gilt Christian, André, Karen und besonders Corinna 😘).

Denn am späteren Vormittag besuchten wir kurzzeitig das Zelt der Ersthelfer 😕  Es ging Daniel nach der Nacht (er hat nur 1 Stunde geschlafen) ganz und gar nicht gut und ich bin wirklich froh, dass er in der Situation eingesehen hat, dass Profi-Hilfe gut wäre.
Ich hatte wirklich Angst. Das habe ich eher selten, aber mir war mulmig…

Im Gegensatz zu einer anderen Läuferin brauchte er aber keine Infusion, sondern kam mit Ruhe, liegen und mit einem sensationellen Blutdruck unter dieser Belastung relativ gut wieder auf die Beine.

Und so endete auch dieses Wochenende zufrieden, für mich sensationell und gut.

3. wieder mal Frankentatort

Am Montag morgen bekam ich eine Nachricht von meiner Arbeitskollegin, ob ich zufälligerweise am Nachmittag für sie beim Dreh des Frankentatort einspringen könnte. Hm… klar 🙋
Ich wäre ja nicht ich, wenn ich nicht kurzfristig für etwas begeistert werden könnte.. Und hallo.. wenn schon mal in Bayreuth gedreht wird.. wie oft kommt das bitte vor??

Also hab ich morgens noch schnell den Wocheneinkauf erledigt, ein paar Körbe Wäsche gewaschen und bin dann am Nachmittag wieder zum Festspielhaus.
Diesmal sah der Drehplan Außenaufnahmen vor, aber das Wetter dachte sich „hey.. euch werde ich das verhageln!“ Gegen Mittag war es stark windig, die Birke hat sich gebogen und die Hagelkörner haben so manchen Baum „entpollt“.
Zum Start des Komparsenjobs an diesem Tag (14.00 Uhr) war es zum Glück wieder trocken von oben, aber die Temperatur war ganz schön gefallen.
Und dann steh da mal in den hochhackigen Schuhen und im Abendkleid und warte…
DAS war nicht mehr so schön, hat aber trotzdem immer noch Spaß gemacht und war eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Da ich aber auf Absatzschuhe etwas unsicher laufe, habe ich mir noch für die Szene, die wir gedreht haben, einen Begleiter geschnappt, bei dem ich mich unterhaken konnte 😄

Abends bin ich dann sogar noch zur Elternbeiratssitzung in der Schule gegangen 🙈
Man könnte sagen „Beate, Du bist echt doof… musst überall dabei sein“ – aber das bin halt ich 🙆

4. weiteres…

Am Dienstag stand dann den ganzen Tag das Gruppenleitertreffen der #dmsg an.
Hier wird halbjährlich besprochen, was es an Neuerungen gibt, wo Sorgen und Nöte sind und so weiter. Das war interessant, aber auch anstrengend.. man bedenke, dass ich  da schon ein gehöriges Schlafdefizit hatte.

Als nächstes war ausnahmsweise mal wieder arbeiten angesagt – man braucht ja auch mal eine Konstanz in seinem Leben 😉 Das führte schon so weit, dass mein Chef mich fragte, wann ich denn denke, dass ich mal wieder Zeit fürs Büro habe.. und ob ich mir das denn bald mal wieder einrichten könne 😇
Natürlich machen wir hier immer unsere Scherze, denn die Arbeit will ja auch ordentlich erledigt werden!

Zum Ende der Woche am Freitag stand dann das monatliche Gruppentreffen der  Albatrosse auf dem Plan. Wir waren wie immer eine nette Gruppe mit den unterschiedlichsten Themen.

Aber ich merkte schon, dass ich dringend Schlaf brauche.. der Körper eher schlapp und ich hörte meine Couch schon laut rufen.

5. krank!

Man kann sich denken, wie es weitergeht.. 😓
Halskratzen, Schluckbeschwerden, Nase dicht… na danke!
Am Sonntag, bei der Urnenbeisetzung meiner Oma (das kam auch noch obendrauf, war aber schon seit 2 Wochen bekannt) wurde ich gefragt, ob ich auf Pollen allergisch bin – es war ja alles schön gelb eingefärbt überall. Nein, das war eine dahergelaufene Erkältung, die mich voll erwischt hatte. (Protipp bei Erkältung: kleine Ingwerscheiben mit frischer Minze in gekochtem Wasser mehrere Minuten ziehen lassen – den ganzen Kram dann wieder raus aus der Tasse und mit Honig versüßen, das hilft!)

Wenn ich selbst die Zeit so rückblickend betrachte wundert mich das überhaupt nicht – bei meinemLebensstil zuletzt ☺

6. nächste Überraschung – Hamburg!! 

Wie es manchmal so passiert (mir besonders, anscheinend), bekam ich eine Anfrage von Sabine Marina (die Regisseurin von dem Film „Kleine graue Wolke“, der ihren Umgang mit der Neudiagnose MS dokumentiert) – ob ich denn Zeit und Lust hätte, an einem neuen Format in Sachen Multiple Sklerose mitzuwirken.
Ich müsste mich dazu nur mal kurz für einen Videodreh auf den Weg nach Hamburg machen.. und wenn möglich, würde der 4.5. gut passen. 😊
Ich dachte: „ja klar, ich bin dabei… ähm… will zwar am 6.5. beim WingsForLiveWorldRun in München mitlaufen, aber hey – das wird schon irgendwie“!“

Also wieder mal mit dem Chef über einen freien Tag verhandeln.. ein Glück habe ich genügend Überstunden – denn ich bin ja nicht dauernd irgendwo unterwegs, nur aktuell hat es sich etwas gehäuft!

Ich habe mir für den Freitag die Flüge buchen lassen und ahnte schon „auweia, das wird sportlich“. Aber es ging nicht anders, da wir schon am Samstag nach München fahren wollten, um vor dem Lauf am Sonntag noch etwas Ruhe zu haben (ja klar.. Ruhe.. ich… 😇) .

Jedenfalls befiel mich am Donnerstag Abend erstmal eine mittelkleine Panik, weil ich gar nicht wusste, was ich einpacken sollte.. 2x Wechselkleidung am besten, um verschiedene Szenen drehen zu können. Ich habe mir Mantra-artig eingeredet „ich bin da nur 1 Tag und brauch nicht viel und überhaupt.. was soll passieren?“ und ging auch früh / rechtzeitig angemessen (vor lauter Aufregung) ins Bett, weil ich ja am nächsten Tag früh aufstehen musste.

Aber alles lief glatt. Ich hatte morgens nochmal ein Outfit in die Tasche geworfen und machte mich guter Dinge auf den Weg nach Nürnberg zum Flughafen.
Ich flog gen Norden und wurde dann per Taxi (wie so ein Star 😅) zur Location gebracht.  Hier war dann ein großes Hallo angesagt – die liebe Heike Führ saß schon bei Roman „in der Maske“ (sie ist eine Koryphäe auf dem Gebiet Multiple Sklerose gut erklärt und hat auch schon mehrere einzelne Symptome und Möglichkeiten betreffende Bücher geschrieben) und ansonsten war das ein wie-zuhause-ankommen.

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Wir waren eine kleine Truppe, 4 Betroffene (okay, mit Sabine zu fünft) und jeder hat so seinen eigenen Stil in diese Produktion eingebracht. Ich lernte Marie kennen, die mit ihrer Herzlichkeit und Offenheit einfach eine Strahlefrau ist – man denkt wirklich nicht, dass sie schonmal im Rollstuhl saß und aufgrund einer Fehlberatung ihres Arztes einen mehrere Monate andauernden „Leidensweg“ hinter sich hat.

Und da sind wir gleich beim Thema: „man sieht Dir die MS ja gar nicht an“ – natürlich nicht! NIEMANDEM steht auf die Stirn geschrieben, welche Themen er gerade in seinem Leben zu bewältigen hat!  Und weil es der Cousine von einem Bruder des Bekannten mal ähnlich ging, sollte man NIE NIE NIE Krankheiten wie die Multiple Sklerose vergleichen. Völlig unabhängig davon, sollte man sowieso nicht davon ausgehen, dass 2 einander unbekannte Menschen das „gleiche“ Leben führen, nur weil beide vielleicht gerade erkältet sind… Diese Gleichmacherei ist einfach *sorry* kacke! (an diesem Tag das Lieblingsschild von Heike 😅)

Aber wieder zurück zum Thema 😄
Der Besuch in Hamburg machte es zu einem ganz wundervollen, interessanten, spannenden, lehrreichen, aber auch fordernden Tag. Ich fiel abends müde ins Bett (natürlich nicht, ohne vorher noch meine Eindrücke zu verbloggen…. – ich sollte das öfter machen, dann kommt es auch nicht zu solchen langen Romanen, wie ich gerade tippe…! 😆 ) Denn…

7. WingsForLifeWorldRun in München

…da war er nun. Der Samstag vor dem WingsForLifeWorldRun in München und zufälligerweise auch noch der Samstag vor dem Geburtstag des Göttergatten.

Ja, anstelle Familienfeier zuhause, machten wir einfach etwas ganz verrücktes (wer hätte das gedacht). Also haben wir ganz in Ruhe (wer braucht schon Stress? ICH nicht..) unsere Sachen zusammen gepackt und uns am Nachmittag auf den Weg in Richtung München gemacht.  Dort angekommen, haben wir uns erstmal die Startnummern für den nächsten Tag geholt – ich wusste schon vorher: ich trete ohne jegliches fixes Ziel an und schaue, was geht.. Denn was bei mir in den letzten Wochen los war, lies nicht unbedingt einen riesengroßen Erfolg erwarten und würde wohl jedem Ausdauersportler nur ein Kopfschütteln entlocken.

Aber egal – ich hatte Lust auf diesen Lauf und hatte Lust, mich mit meiner Freundin Barbara zusammen auf die Strecke zu wagen. Denn wenn 2 Diabetiker miteinander laufen, weiß der eine im Normalfall meistens gleich, wie es dem anderen geht.
Wir lernten uns schon vor > 20 Jahren kennen, als für dieses „neue“ Internet Diabetespatienten gesucht wurden, um so etwas wie eine Austauschplattform untereinander zu etablieren. Das war ne Sache, von der ich damals meine Eltern erstmal überzeugen musste.. Computer anschaffen, bei sowas anmelden, ein Modem besorgen (das waren noch Zeiten… 😅) – aber so bin ich halt..

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Als wir im Olympiapark ankamen wartete die nächste Überraschung auf uns!
Unsere guten Freunde Sarah und Sascha kamen gefahren, um mich bei meinem 1. Lauf zu unterstützen und natürlich auch wegen Daniels Geburtstag. Die Freude war groß, zumal Sarah nur noch ca. 7 – 10 Tage bis zur Geburt ihres kleinen Sohnes hat 😍.
Also theoretisch hätte es auch jeden Moment schon losgehen können – aber nein.. der Kleine dachte sich bestimmt „hier ist es schön in Mamas Bauch – da bleib ich noch ein wenig“ 😊

Ich hab mich so gefreut, dass die beiden da waren.. und ich war auch echt froh, dass meine Schwester sich um unseren Sohn gekümmert hat UND ich war noch viel mehr froh, dass sie zu viert bei km 3 auf Barbara und mich gewartet haben. Denn da bin ich in Sachen Blutzucker von schwindeligen Höhen tierisch abgerutscht und konnte dann nur mit Cola und noch mehr Traubenzucker weiterlaufen.

Letztlich wurden es aufgrund Stau beim Start 4,42km. Sascha meinte, vom Startschuss, bis wir über die Startlinie gelaufen sind, haben wir deshalb (wie fast alle) viele Minuten verloren.
Naja.. das Catcher Car startet eine halbe Stunde nach dem Startschuss.. damit muss man halt rechnen.
Ich bin in der ersten Hälfte aller Teilnehmer gelandet – Platz 31.163 von ein paar 70tsd Teilnehmern weltweit, das ist denke ich schon in Ordnung. Und mein Göttergatte hatte einen mal ganz anderen Geburtstag.. 😘
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Und die nächste Verrücktheit ist auch schon wieder geplant……

2019: WFLWR 10km! Ich hab jetzt ein Jahr Zeit zum trainieren und habe gelernt, was man wie am besten NICHT macht vor einem Wettkampf 😁