Laufend etwas anderes 🤷‍♀️

Ihr lieben,

diese Lauferei ist ja schon so ein Ding – man könnte mittlerweile meinen, mein Leben besteht aus nix anderem. Dem ist aber nicht so.

Mein Leben besteht zudem aus vielen Verpflichtungen, Dingen, um die ich mich kümmern sollte (und das auch tue) und wird nicht unmaßgeblich von bissl gesundheitlichem Gedöns begleitet.

Soweit normal. Nun bin ich aber auch noch vom weiblichen Geschlecht und darf/muss mich ca. alle ~4 Wochen mit hormonellen Eskapaden herumärgern, was dem Leben in so mancher Phase noch einen Zusatzlevel verpasst.

Somit gab es heute morgen vieles im Angebot:

– früh wach sein, aber lieber noch bissl liegen geblieben

– Blutzuckerspiegel nicht so ganz optimal für einen geplanten / gewünschten Lauf

– durch das herumbasteln am BZ-Wert (Kohlehydrate auftanken – die richtigen!) etliches an Zeit verloren

– das schlechte Gewissen („wie bekomme ich das zeitlich dann alles unter?“) mit dem Plan beruhigt, einfach schneller zu laufen (ha ha… genau… ich… 🙈)

– losgestürmt (mal wieder zu schnell am Anfang)

– zwischendrin gemerkt „oh, mein Puls hat mich schon überholt und läuft 100m voraus“

– Tempo rausgenommen

– BZ gemessen und ausgeglichen

– kurz auf die Bank in die Sonne gesetzt und erstmal das pochende Herz zur Ruhe kommen lassen

– mit dem vorbei-walkenden Dönermann („ich habe auch vegetarischen Döner“) weitergewalkt – kein Spaß! War ein nettes Gespräch 👍🏻

– dann nochmal losgelaufen und aus Zeitgründen den nächst-kürzesten Weg nach Hause eingeschlagen

– zuhause ankommen („Kind, die Mama liegt hier auf dem Liegestuhl und ist kaputt“ – „soll sie machen…“ – ich lieb euch auch 😘)

So: was hat mich heute morgen so zerlegt? Die Blutzuckerkapriolen? Der Blutverlust und der ganze hormonelle Kram?

Ja, liebe Männer – das ist einer der Punkte, womit ihr euch NICHT herumschlagen müsst… und weshalb Frauen manchmal auch bissl „dünnhäutig“ und weniger belastbar sind. Diesen Kampf müssen wir meist alleine ausfechten und uns manchmal dafür auch noch echt blöde Sprüche anhören 🤷‍♀️

Wer aus der Läuferinnenzunft kann etwas über dieses Thema sagen? Einfach den Lauf streichen wäre zu schade.

Die Lösung wird wohl sein, es so anzunehmen, wie es ist, weil motzen bekanntlich ja nicht viel hilft.

Ich wünsche euch allen ein tolles Osterfest – genießt die freien Tage 🙏🏻🎈🐣🐰

Laufen nach Plan? Egal.. hauptsache Spaß!

Ihr lieben

mich hat es heute morgen gepackt!

Der Göttergatte musste heute beizeiten los, der Herr Sohn hat bei einem Freund übernachtet, also konnte ich ganz nach meiner Zeit laufen und musste auf nix und niemanden Rücksicht nehmen.

Naja auf MICH bzw meinen Blutzucker musste ich schauen, aber das bekomme ich hin. Also startete ich gut gelaunt los und dachte zwischenzeitlich mal „was hast du dir da nur vorgenommen 🤭“.

Ich schlug einen Weg ein, wo ich wusste, das wird etwas länger werden.

IMG_3137.jpgNach der üblichen kurzen Pause rund um km 3 und kurzem sitzen in der Sonne (ach war das toll, das hätte ich noch länger ausgehalten 😅👍🏻), bin ich dann weiter gelaufen, denn irgendwann wird ja das Kind wieder angeliefert – da sollte ich zuhause sein

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Da es dann nur noch bergab ging, lief es quasi von alleine und ich bin immer wieder erfreut und dankbar, dass meine Beine das so gut mitmachen 🙏🏻.

Hach, irgendwie bin ich jetzt nicht mehr ganz so besorgt, wie das in 3 Wochen beim #WingsForLifeRun in München werden soll.. irgendwie wird’s 🙈😅

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schnauflauf

Ihr lieben,

heute mal wieder ein Blogeintrag über mein geplant-ungeplantes Leben – schöne Grüße gehen hier an Stephanie Müller-Kok, die aus einer persönlichen Geschichte heraus den Weg zur Lebensbegleiterin beschritt und sich dieses Wortspiel zueigen gemacht hat.

Wie ihr schon wisst, sind Pläne ja nicht so unbedingt mein Ding und ich mag die Flexibilität lieber. Dadurch habe ich schon in der 1. Woche meines Laufplanes angefangen, die Termine zu schieben bzw. zu tauschen, weil es das Leben nicht anders ermöglicht hat.

Somit stand gestern das Tempotraining bzw. Geschwindigkeitswechsel an und für heute blieb der lange Lauf.

EINE ganze Stunde wollten / sollten bewältigt werden.. 😳

Was dem gewöhnlichen Läufer ein müdes Lächeln ins Gesicht weht, ist für mich echt eine Herausforderung. Aber ich habe mich ihr gestellt, denn Versuch macht ja bekanntlich kluch 👍🏻.

Ich war wieder in Begleitung meines Ausdauersportlerehegatten und der Herr Sohn war das Begleitfahrzeug.

So trotteten wir los und ich war (mal wieder) am Anfang gleich zu schnell. Die ermahnenden Worte „mach langsam, du willst doch bis zum Ende durchhalten“ würden mich den fast ganzen Lauf begleiten – aber es fällt mir echt schwer, auf die Bremse zu treten, wenn ich grad gefühlt gut unterwegs bin 🤷‍♀️

Aber: der erfahrene Läufer sollte recht behalten! Denn schon ab der Hälfte musste ich direkt eine kurze Gehpause einlegen.

Das war auch ein Stück weit dem Blutzucker geschuldet und dem Umstand, dass sich meine Beine schon Pudding-mäßig anfühlten. Also Gel nehmen und weiterlaufen.

Das ging dann wieder ein Stück weit und dann musste ich nochmal eine kleine Pause machen. Wieder messen, wieder Gel und naja.. ich sehe es am Blutzuckerverlauf 🙈📉

Hier werd ich weiterhin dran rumdoktern, denn das Gefühl zu haben, dass es einem gleich die Füße wegzieht, ist halt nicht das angenehmste. Und vor lauter ich-weiß-nicht-was gibt es nur ein Foto, als ich schon wieder längst zum ausruhen auf dem Klappstuhl saß 😎👍🏻

Aber Fotos sind auch nicht so wichtig – wichtig ist, dass ich tatsächlich eine ganze Stunde durchgehalten habe.

Und DAS ist wieder ein weiterer Schritt außerhalb meiner Komfortzone, aber einer, der sich absolut lohnt 🙏🏻🎈🍀

On the flow :)

Ihr Lieben,

gestern liegt ein super Tag mit mal wieder einem grandioses Gruppentreffen mit meinen Albatrossen hinter mir. Ich bin heute noch völlig beseelt von der Energie des gestrigen Tages, dass ich aktuell gemäß meinem Motto „auf der ruhigen Welle schwimme“.

Aber von vorne!
Gestern war mal wieder der wortwörtliche FREUtag. Ich nenne den Freitag meist so, weil es ja der letzte Arbeitstag vorm Wochenende ist und man sich somit an diesem Tag schon    auf viel gemeinsame Family-Time freuen kann bzw. auf viel „freie“ Zeit, die gestaltet werden kann, wie es einem grad so in den Kram passt.

Im Büro kam ich gut voran, ich konnte viele organisatorische Dinge erledigen und ich freute mich schon auf den Feierabendmittag. Da erreichte mich eine Sprachnachricht von der lieben Sabine Marina, ihres Zeichens die Schöpferin des Filmes „kleine graue Wolke„. In und mit diesem Film hat sie ihre MS-Diagnose verarbeitet bzw. angenommen und es entstanden viele weitere tolle Formate daraus, um in Sachen MS aufzuklären und die Krankheit bekannt zu machen.

Denn oftmals ist es ja so, dass Menschen hauptsächlich Angst vor Unbekanntem haben. Hier ist Aufklärung immens wichtig!

Jedenfalls teilte sie mir mit, dass sie bald zum Thema „Verarbeitung einer Krankheit durch Schreiben von Blogeinträgen“ bei einem Bloggerevent sprechen wird. Dieser Titel wurde von mir eben quasi frei erfunden, sagt im Kern aber aus, worum es sich drehen wird.

Nun ist die Projektleiterin dieses Bloggerevents auf meine Seite aufmerksam geworden (Verena, bitte berichtige mich, falls ich Dir hier einen falschen Titel zuschustere 😅) und begeistert davon, dass die 3 Themen BLOGGEN, MS und DIABETES bei einem Menschen zu finden sind. Ich werde am Montag in einem Gespräch erfahren, was meine Aufgabe bei diesem Bloggerevent sein wird und inwiefern ich hier meinen Beitrag leisten kann.

Ich sag’s euch: DAS war schon echt der Knaller gestern!

Noch besser ging es dann aber weiter, als wir des abends unser Albatros-Treffen hatten.
Hier möchte ich explizit mal WERBUNG machen für das Café del Sol in Bayreuth machen, das uns bunten gemischten Haufen relativ kurzfristig einen Tisch zur Verfügung gestellt hat, der viele Menschen samt einer Rollstuhlfahrerin einen schönen Abend eingebracht hat. DAS war schön, das war toll, das war herzlich, freundschaftlich und einfach gut 😍

Ich glaube nicht zu übertreiben, wenn ich sage, dass wir alle ganz beseelt und glücklich nach Hause gegangen sind gestern.

Und darauf kommt es an: mit Menschen, die die gleiche Krankheit haben, aber aufgrund unterschiedlichster Symptome, Erfahrungen, Entwicklungen und Behandlungsmethoden sich einfach nicht in ein Raster schieben lassen.

Und darum geht es: das Leben annehmen und auf den Wellen des Lebens mitschwimmen – mal in stürmischen Gewässern, wo man zu tun hat, den Kopf über Wasser zu halten, die dann wieder abgewechselt werden von ruhig liegender See, die still und tiefenentspannt vor einem liegt.

Habt alle eine gute Zeit, achtet auf eure innere Stimme und tut euch stets etwas Gutes – das ist wichtig 💝

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Gib eine Beschriftung ein

credits: „Atempausen für den Alltag“ (Groh)

Ommmm….. 🙏

Ihr Lieben,

heute strahlt die Sonne und wäre es nicht so ar***kalt, könnte man meinen, der Frühling zeigt sich ☺️

Heute morgen startete ich meinen Tag mit einigen Sonnengrüßen, eine Yoga-Übung, die sich am vergangenen Wochenende wieder in mein Gedächtnis gebrannt hat.
So war ich am letzten Sonntag mit vielen lieben Menschen beim Yoga-Workshop bzw. KickOff von Andrea @Yogacraft.

leckere Verpflegung beim Yoga-Workshop

 

Diesen Termin wollte ich unbedingt wahrnehmen und obwohl relativ spontan (habe mich 2 Wochen vorher erst noch final angemeldet) hat es in Absprache mit der Familie geklappt. Dieser Workshop war meine Zeit für mich und es tat SO GUT 👌

 

Andrea ist wirklich eine Meisterin in ihrem Metier und hat ihren Traum insofern verwirklicht, dass sie sich nun selbständig gemacht hat – mein vollster Respekt!
Wir bekamen von ihr ein Armband mit auf den Weg, das uns in Gedanken immer das Bild vor Augen halten darf, auf der „Welle des Lebens“ zu reiten und uns das Signal gibt, das WIR die Chefs unseres Lebens sind.

 

Surfen auf der Welle des Lebens 🙏

Das war ein wirklich guter Impuls zur richtigen Zeit. Denn oftmals (und das kennen sicher viele) funktionieren wir, wie notwendig. Im Job, im Privatleben, besonders wenn Kinder im Spiel sind, in der Partnerschaft.. jeder hat so seine Rolle, in die man sich bequem hineinlegen kann und einfach das tut, was man eben immer so tut.

Und manchmal, will man einfach ausbrechen, möchte etwas anderes. Das muss gar nicht mal extrem sein – manchmal geht es nur darum, Dinge etwas anders zu machen, um dem Leben einen anderen Schwung zu geben. Wie zum Beispiel einfach mal Sonntags den fast ganzen Tag Seelenpflege für sich selbst zu haben.
Ohne im Hinterkopf sich von Gedanken jagen zu lassen „mensch, mein Kind ist zwar beim Freund, aber wie klappt das dann danach mit dem abholen? und eigentlich wollte mein Mann doch auch Zeit für sich, weil er so viel arbeitet unter der Woche.. und überhaupt gibt es doch noch dieses und jenes zu tun“ und so weiter…

Aber wir dürfen nie vergessen, dass wir nur dann Energie für andere haben, wenn wir selbst gestärkt sind. Und DAS will ich beherzigen, indem ich mir FÜR MICH Zeit am Morgen nehme und 1-2 Yoga-Übungen mache.

^ ^ da es hier nun niedergeschrieben steht, komm ich so einfach nicht mehr raus – sozialer Druck und so 😄

Naja und selbst wenn.. es kam zuletzt auch vor, dass ich morgens echt verschlafen habe (okay… Wecker gesnoozed…) , Mann war unterwegs und der Sohn und ich sind somit viel zu spät aufgestanden, haben aber trotzdem in der Kürze der Zeit alles geschafft. Das ist dann auch in Ordnung, aber jeden Tag brauche ich das nicht.

Was ich damit sagen will: auch wenn etwas nicht so klappt, wie man es sich in Gedanken bereit gelegt hat, dann ist auch das völlig in Ordnung.
Es kommt lediglich drauf an, auf der Welle des Lebens zu surfen…

Auch wenn die See gerade stürmisch sein mag, beruhigt sich das Wasser wieder und liegt dann ruhig und tiefenentspannend vor einem.
So sagt es auch mein Kalender und der hat Recht 😇

Weihnachtliches im Alltagsversteck

Ihr lieben,

nachdem ich heute Vormittag beim Frisör war, lief ich auf dem Parkplatz bei Starkregen (herzliche Grüße an den Erfinder des Regenschirms!!) einem meiner Arbeitskollegen über den Weg.

Nach den üblichen Weihnachtswünschen sagte er noch, dass ich aussehen würde, wie ein Weihnachtsengel. Okay.. wenn man von meiner Tannenbaum-ähnlichen Frisur absieht, war das ein nettes Kompliment, das ich dankend an nahm. ☺️

Ich wünschte ihm und seiner Familie noch schöne Weihnachten und wir verabschiedeten uns.

Im Anschluss brachte ich (immer noch im Regen) eine Tasche voller gestern dem Ausmisten des Bücherregals zum Opfer gefallener aussortierter Bücher zum städtischen Bücherschrank. Hier kann jeder Bücher einlegen oder sich welche herausnehmen, ganz ohne Leihgebühr, Kaufpreis oder sonstwas.

Ich sah, dass gerade ein junger Mann drum herum schlich und mal von der einen und auch von der anderen Seite sich die vorhandenen Bücher anschaute.

Zuerst hatte ich Bedenken, ob denn alle meine Bücher in den Schrank passen würden, denn der Bücherschrank ist oftmals gut gefüllt. Aber ich hatte Glück – das unterste Regalbrett war mit Ausnahme zweier Bücher noch leer.

Beim Auspacken der mitgebrachten Bücher kamen wir ins Gespräch. Er hielt mir freundlicherweise den Regenschirm, da man naturgemäß nur 2 Hände hat und Schranktür aufhalten, Schirm festhalten bei zusätzlich starkem Wind, Tasche festhalten und Bücher in den Schrank packen dann doch eine spannende Geschichte war 🙈

Er meinte, er finde dieses Konzept echt toll und suche immer nach spannenden Büchern, da er sich leider aus finanziellen Gründen nicht so ohne weiteres ein Buch kaufen könne. Meine Bemerkung, ich hätte hauptsächlich Krimis dabei, kam gut an, da das anscheinend genau das ist, was er auch gerne liest.

Letztendlich hat er von den acht oder neun Büchern knapp die Hälfte in seinem Rucksack verstaut und zur Verabschiedung mir noch hinterhergerufen: „DANKE – jetzt ist mein Weihnachten gerettet“

Da wurde mir dann ganz warm ums Herz und ich dachte mir „es hat alles seinen Sinn im Leben und die passenden Dinge kommen zur passenden Zeit“.

Ich wünsche euch allen eine schöne Weihnachtszeit und ein frohes Fest, im Vertrauen darauf, dass sich im Leben alles zum Guten wenden wird.. 🙏🏻🎄💞

Dies oder das.. das CGM ist da :)

Ihr Lieben,

ich verbuche meine Gedanken (bzw. diesen Eintrag) nun mal unter WERBUNG, da ich evtl. ein paar Namen nennen werde.

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, habe ich sehr drauf gewartet, dass ich von der Krankenkasse das CGM (Kontinuierliches GlukoseMonitorin)-System genehmigt bekomme.

Das ist passiert und entsprechend neugierig war ich, als ich 2 Pakete in der Post hatte.
In einem Paket waren die dazu gehörigen Sensoren, im zweiten ein dickes Bedienungsanleitungsheft (in 7 Sprachen) sowie das dazugehörige Ladegerät (um den Transmitter aufzuladen, der die Werte an die Insulinpumpe überträgt) und auch ein „Serter“, also quasi die „Schussanlage“, die beim Sensorsetzen hilft.

Ich sagte also bei meiner Diabetologenpraxis Bescheid, dass ich die beiden Pakete erhalten habe und bekam die Antwort „okay, wenden Sie sich bitte an das Unternehmen wegen eine dazugehörigen Schulung – wir dürfen dies nicht, da es quasi eine Produktschulung sein wird“.

Hm…. ich wär ja nicht ich, wenn ich nicht vorher schon ausgiebig das Internet bemüht hätte und in etwa grob wüsste, was zu tun ist. Okay.. aber nur grob zu wissen, was zu tun ist, hilft halt nicht viel.
Also habe ich auf der Homepage des Herstellers nachgesehen, wann und wo Schulungen angeboten werden.
Hm… Berlin..? Plauen..? Stuttgart..? Hamburg…? Puh… irgendwie nix so richtig passend! Und die für mich örtlich passendste Schulung (Nürnberg) war an einem Termin, zu dem ich unmöglich hätte hinfahren können.
Also *trööööt*, erstmal nix zu wollen.

Okay, so weit, so (erstmal) schlecht 🙇

Ich habe mich mit der Hotline in Verbindung gesetzt (die mir über Tage ein Besetztzeichen ansagte) und dann auch noch per Mail gemeldet.

Der Rückruf kam an meinem Geburtstag, am Vormittag, als sich viele Kollegen im Büro die Klinke in die Hand gaben und ich auch ansonsten viel am Telefon war.
Jedenfalls hörte ich erst abends meine Mailbox am Handy ab (mit dem Anruf vom Berater drauf) und dachte dann aber, dass ich ungern nachts um 22 Uhr jemanden zurückrufen möchte, der von einer Service-Hotline aus anruft.

Am nächsten Tag hatte ich irgendwie wegen vermutlich-viel-los vergessen, mich zu melden, aber 2 Tage später rief ich um 12.30 Uhr zurück – weil ich dachte, wenn ich es jetzt nicht mache, sondern auf den Nachmittag schiebe, denke ich nicht mehr dran und es geht noch ein Tag ins Land..

Der Service-Berater teilte mir mit, dass natürlich auch in Bayreuth eine Schulung stattfindet, nämlich genau heute (am Tag meines Rückrufes!) und zwar genau 90 Minuten später, um 14.00 Uhr!

Hm…. danke? Danke, dass ich die glorreiche Idee hatte, nochmal anzurufen!
Hätte er sich nochmals gemeldet?? Ich weiß es nicht…

Also habe ich den Nachmittag umorganisiert, um 13 Uhr Feierabend gemacht, bin zu meinem Sohn an die Schule gefahren und habe Bescheid gesagt, dass er mit seinem Kumpel nachmittags mitgehen soll (ich hätte ihn sonst nicht erreicht), das natürlich vorher mit dessen Mutter abgeklärt und bin dann pünktlich zur Schulung im Hotel einen Steinwurf von meinem Büro entfernt eingetroffen.

In der Schulung ging es darum, den Sensor anzulegen (hatte ich schon) und die Insulinpumpe zu erklären. Da ich aber das Vorgängermodell habe und frühestens im August 2019 das Nachfolgemodell, also die aktuelle Insulinpumpe verrezeptiert bekäme, hat mir das nicht so wirklich viel gebracht.

Außer: ich habe erfahren, dass die Gewebezuckerwerte mit ca. 20 Minuten Verzögerung zu bewerten sind im Gegensatz zur blutigen Messung.

Hm… das hat mich in dem Moment irgendwie überrascht, war ich doch der Annahme, die Pumpe würde per Sensormeldung Echtzeitwerte zeigen.
Falsche Annahme!

Wer es mitbekommen hat, weiß, dass mich der Sensor anfangs ziemlich genervt hat.. besonders nachts 😒 Die Pumpe brummt, wenn der Blutzucker fällt.. als nächstes kam die Meldung „BZ niedrig“. Ich also was gegessen / Cola getrunken / etwas zur Behebung des Unterzuckers getan.. brummt die Pumpe wieder mit „BZ steigt“! Ähm ja…? Klar?

Diese ständige Brummerei (3malige Vibration – den Piepston hab ich gleich als erstes auf lautlos gestellt!!) hat mich dermaßen genervt…. dass ich nun doch zu der Entscheidung gekommen bin, dass ich diesen Sensor nun vielleicht doch nicht mag.

Ich muss so oft blutig messen, wo ich zuletzt mit dem Libre ja froh war, weitestgehend drauf verzichten zu können. Aber mit dem anderen, neuen Sensor muss ich die Pumpe 2x täglich kalibrieren, messen, wenn die Pumpe sagt „BZ jetzt“ und weil ich die Pumpe ja gerne ganz Frau-technisch im BH verstecke nervt es mich schon tierisch, wenn meine Brust quasi dauernd brummt 🙈

Natürlich, ich kann die Meldungen für eine gewisse Zeit ausschalten… aber erfüllt der Sensor dann noch den Sinn, wenn ich (aus Bequemlichkeit? aus ich-möchte-nicht-auffallen-wollen-Gründen?) nicht gewarnt werden möchte??
Die letzte Warnung (und die kann ich NICHT ausschalten) ist dann diejenige „kurz vor Unterzucker“ – die sich mit WIU WIU WIU bemerkbar macht.

Uff….

Ich weiß, dass das CGM-System haufenweise Geld kostet und ich weiß, dass ich es unbedingt wollte – aber: ich wusste nicht genau Bescheid und weiß für mich nun, ich fühle mich davon mehr belastet, als dass ich das Gefühl habe, es hilft mir.

Zudem muss der Sensor nach 7 Tagen gewechselt werden (auch hier gibt es Tricks, den dazugehörigen Transmitter abzukoppeln und mit dem gleichen Sensor, der ja dann schon gesetzt ist, neu zu starten – aber dadurch werden dann Werte mit erheblichem Unterschied angezeigt), der Libre übersteht 14 Tage mit weitestgehend zuverlässigen Werten (parallel dazu blutig gemessen).

Ich habe die letzten 3 Wochen parallel beide Sensoren getragen, um einen direkten Vergleich zu bekommen und muss sagen, der Libre ist mir lieber.

Er warnt mich nicht, okay. Aber dafür nervt er nicht dauernd.
Der Libre ist flacher unter der Kleidung (ich trag ihn am Bauch, nicht am Arm, weil er dort oftmals einem Türstock zum Opfer fiel) und nicht so umständlich anzulegen.
Denn auch das ist echt ein Akt beim Elite-Sensor. Der Transmitter muss vorher vollständig geladen sein, wird dann mit dem gesetzten Sensor verbunden, der vorher schon per Sicherheitspflaster auf dem Köper fixiert wurde, dann muss sich der Sensor mit der Pumpe verbinden und dieser zeigt dann erst nach 2 Stunden einen ersten Wert an.

Wer so ein Leben wie ich hat, in dem dauernd etwas los ist, dem fällt es schwer, sich Zeit zu nehmen und wirklich Ruhe zu finden, bevor z.b. abends das Kind im Bett ist und dann ist es mit meiner Aufmerksamkeit auch nicht mehr so gut 😇

Zudem kommt noch das Thema Blutzuckerwertedokumentation dazu.
Beim Libre hab ich eine App auf dem Handy und kann per Smartphone meine Werte scannen. Das ist total super, einfach ganz unauffällig mit dem Handy über den Sensor zu streifen. Hier kann ich im Anschluss eintragen, wieviele Kohlehydrate ich esse, wieviel ich spritze und alles weitere. Natürlich, das Insulin gebe ich auch über die Pumpe ab, ich habe sie dann also ohnehin in der Hand.
Wenn der Wert aber eher niedrig ist, und ich etwas essen soll, dann trage ich das in meine App ein, esse etwas und bin fertig.

Beim Enlite-Sensor muss ich alles in die Pumpe eintragen – sprich: ich muss mir ständig im Ausschnitt herumfummeln und die Pumpe rausholen, eintragen, wieviel ich esse, wann ich Sport mache, wieviele Kohlehydrate ich dafür zu mir genommen habe usw.

Die Werte kann / muss ich dann von der Pumpe auf mein Notebook übertragen, um zu dokumentieren. Ich kann aber im Nachhinein nix mehr verändern oder etwas ergänzen, z.b. 1 Std Rad gefahren oder so – das muss alles immer in just diesem Moment gemacht werden, in dem es passiert. Nix mobil per App oder so… und das im Jahr 2018!

Sorry – das passt nicht zu meinem Leben.

Das der Krankenkasse zu verkaufen ist wieder ein anderer Punkt.
Allerdings ist das doch mein persönliches Recht als Patient, eine Therapie abzulehnen, wenn sie sich für mich nicht stimmig anfühlt, oder?

Alleine die bisherige 3wöchige „Testphase“ und das Ziel, eine Entscheidung zu treffen (unter dauernder Bevormundung von Seiten meiner Insulinpumpe 😅 ) haben mich doch irgendwie sehr belastet.

Mit Schreiben dieses Blogeintrages ist die Entscheidung gefallen!