Sechs, Sieben, Acht.. Achtsamkeit ­čĺ×

Ihr Lieben,IMG_0684

ich bin noch immer ganz berauscht vom zur├╝ckliegenden Achtsamkeitsseminar in Kempfenhausen am Starnberger See.

Der Titel hie├č „Lebensfreude durch Achtsamkeit“ und das Seminar rannte bei mir offene T├╝ren ein.

 

Jeder Mensch hat so seine Themen, die ihn besch├Ąftigen, nerven, belasten oder die oft im Kopf sind und man findet keine richtige oder sagen wir lieber, keine zufriedenstellende L├Âsung. Man befindet sich gedanklich dann im sogenannten Autopilot, in einem gef├╝hlten Hamsterrad der negativen Gedanken und findet keine passende Abzweigung.
Hier heraus zu kommen, ist oftmals nicht leicht und bedarf entweder einem Signal von aussen, also von Dritten, oder man ist schon ge├╝bt genug, rechtzeitig auf die Bremse zu treten. Wenn dies nicht passiert, verfolgt einen der Gedanke / die Situation immerfort, zieht wahnsinnig viel Energie (die dann f├╝r andere Dinge, die erledigt werden wollen, fehlt) und sorgt f├╝r eine niedergeschlagene Stimmung.

An dieser Stelle┬ákann man dann mit verschiedenen ├ťbungen oder Gedankentrainings ansetzen. Besonders empfehlenswert finde ich hier z.b. das Buch „Gedankentausch“ von Barbara Hoffmann. Sie erkl├Ąrt hier lebenspraktisch, warum unser Gehirn ├╝berhaupt so funktioniert, wie es funktioniert und gibt Beispiele daf├╝r, sein Leben positiv gestalten zu k├Ânnen.

Positive Gedanken in sein Leben zu integrieren ist oftmals die Folge von Achtsamkeit sich selbst und den eigenen W├╝nschen gegen├╝ber. Wer m├Âchte nicht, dass es einem gut geht, das wollen wir alle. Wobei das Wort „gut“ sehr individuell zu finden ist.
F├╝r den einen mag es gut sein, in einem Haus mit Garten zu wohnen, dem Anderen ist ein Haus vielleicht zu gro├č, zu viel Arbeit, zu viele Dinge, um die man sich k├╝mmern muss, wenn man es nicht verlottern lassen m├Âchte und so weiter..
Das gilt es jeweils herauszufinden und regelm├Ą├čig zu ├╝berpr├╝fen, ob denn die aktuelle ┬áSituation zu den eigenen W├╝nschen und/oder Bed├╝rfnissen passt oder gegebenenfalls ver├Ąndert werden m├╝sste / sollte.

Die Achtsamkeit aber lehrt, Dinge anzunehmen, wie sie sind – ohne zu bewerten. Und sie lehrt uns, bei uns zu sein und wahrzunehmen, was gerade ist, quasi eine erh├Âhte Aufmerksamkeit uns selbst gegen├╝ber. Sind wir uns denn immer bewusst, ob wir „bei uns“ sind?
Wie sehr bin ich bei mir, wenn ich zwar gerade das Mittagessen zubereite, aber im Kopf schon gedanklich bei den Terminen am Nachmittag bin? Wie sehr bin ich gerade in dem jetzigen Augenblick, z.b. beim Autofahren, wie sehr konzentriere ich mich auf das, was gerade ist, wenn ich doch schon dran denke, was im B├╝ro als erstes erledigt werden muss, weil es ganz wichtig, dringend, eilig ist usw?

Oder auch: wie sehr ist meine Aufmerksamkeit bei dem Blogbeitrag, den ich gerade schreibe, w├Ąhrend ich unterdessen mich um die Mit-Organisation gewisser Termine k├╝mmere (per Handy)?┬áGenau…­čśĆ

Das sich-bewusst-f├╝r-sich-Zeitnehmen ist so wichtig und tut richtig gut.
Der┬áSonntag morgen z.b. war meiner. Ich war recht fr├╝h wach und bin dann zum Starnberger See runter gelaufen, der momentan leichtes Hochwasser hat und deshalb schon etwas den Kiesstrand ├╝bersp├╝lt hat. Ich┬áhabe den Wellen gelauscht und hatte v├Âllige Ruhe, da noch niemand unterwegs war zu der Zeit (5.30 Uhr).

Der See war gestern morgen etwas unruhig, aber dadurch wurde ich umso ruhiger.
Ich fand sozusagen die innere Ruhe in der ├Ąu├čeren Unruhe.┬áUnd das war nur einer der vielen guten Momente am zur├╝ckliegenden Wochenende.

Hierzu gibt es eine, wie ich finde, sehr gut passende Geschichte:
„Es war einmal ein K├Ânig, der schrieb einen Preis im ganzen Land aus: Er lud alle K├╝nstler ein, den Frieden zu malen und das beste Bild sollte eine hohe Belohnung bekommen.
Die K├╝nstler im Land machten sich eifrig an die Arbeit und brachten dem K├Ânig ihre Bilder. Aber von allen Bildern, die gemalt wurden, gefielen dem K├Ânig nur zwei. Zwischen denen musste er sich nun entscheiden.
Das erste war ein perfektes Abbild eines ruhigen Sees. In dem See spiegelten sich die malerischen Berge, die den See umrandeten und man konnte jede kleine Wolke im Wasser wiederfinden. Jeder, der das Bild sah, dachte sofort an den Frieden.
Das zweite Bild war ganz anders. Auch hier waren Berge zu sehen, aber diese waren zerkl├╝ftet, rau und kahl. ├ťber den Bergen jagten sich am grauen Himmel w├╝tende Wolkenberge und man konnte den Regen fallen sehen, den Blitz aufzucken und fast auch den Donner krachen h├Âren. An dem einen Berg st├╝rzte ein tosender Wasserfall in die Tiefe. Keiner, der das Bild sah, kam auf die Idee, dass es hier um den Frieden ging.
Aber der K├Ânig sah hinter dem Wasserfall einen winzigen Busch, der auf der zerkl├╝fteten Felswand wuchs. In diesem kleinen Busch hatte ein Vogel sein Nest gebaut. Dort in dem w├╝tenden Unwetter an diesem unwirtlichen Ort sa├č der Muttervogel auf seinem Nest – in perfektem Frieden.

Welches Bild gewann den ersten Preis?

Der K├Ânig w├Ąhlte das zweite Bild und begr├╝ndete das so: Lasst euch nicht von sch├Ânen Bildern in die Irre f├╝hren: Frieden braucht es nicht dort, wo es keine Probleme und keine K├Ąmpfe gibt. Wirklicher Frieden bringt Hoffnung und hei├čt vor allem, auch unter schwierigsten Umst├Ąnden und gr├Â├čten Herausforderungen, ruhig und friedlich im eigenen Herzen zu bleiben.“ (Verfasser unbekannt)

Zum vergangenen Wochenende und immer gültig passt der Satz:
„Du hast eine Verabredung mit dem Leben.
Sie findet im gegenw├Ąrtigen Augenblick statt.“ (Teich Hat Hanh)

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Ich w├╝nsche euch allen eine gute Zeit, malt euch das Leben so bunt und sch├Ân, wie IHR es erleben m├Âchtet┬á­čśś.

3 Gedanken zu “Sechs, Sieben, Acht.. Achtsamkeit ­čĺ×

  1. Liebe Beate, was f├╝r ein wundersch├Âner Bericht von Dir! Herzlichen Dank. Auch ich kam in den letzten Jahren mit dem Thema Achtsamkeit in Ber├╝hrung. Sowohl w├Ąhrend ambulanter Verhaltenstherapie, als auch station├Ąrer Tiefenpsychologischer Behandlung. Beides zur Krankheitsbew├Ąltigung. „Es klappt manchmal ganz gut“, doch es gibt halt immer „wichtigere“ Dinge als mich… NEIN! Gibt es nicht! Aber ich mache sie zu dem ­čśŽ Vielleicht f├╝hrt Dein Beitrag ja dazu, dass ich wieder etwas achtsamer werde. Herzlichen Gru├č aus Hamburg und alles Gute von Anke

    >

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  2. Pingback: Wenn der Postmann… | chronischhochdrei

  3. Die Kunst des Lebens w├Ąre keine, w├╝rden wir st├Ąndig in uns h├Âren, denn K├Ârper und Seele sagen uns st├Ąndig, was richtig ist und uns gut tut. Weil wir aber unsere Emotionen gelernt haben zu unterdr├╝cken, erzogen wurden unsere Gef├╝hle erstmal zur├╝ck zu stellen, verlieren wir uns immer mehr mit der Zeit. Deshalb ist es n├Âtig, hin und wieder von au├čen gesagt zu bekommen, was richtig und gut ist f├╝r uns und wenn wir darauf h├Âren, meldet sich auch unsere innere Stimme wieder und wird – im Idealfall – auch ernst genommen.

    Hamsterrad
    (f├╝r Beate)

    Schulstress
    Berufsstress
    Karrierestress
    Familienstress
    Beziehungsstress:

    Wer hat da noch Zeit,
    in die Wolken zu sehn?

    ┬ęPP

    Alles Gute f├╝r dich liebe Beate und noch ein langes und weitgehend beschwerdefreies Leben .. ­čÖé

    LG PP

    Gef├Ąllt mir

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