Die „1000 Gesichter“ der MS

Ihr Lieben,

die Buchstaben „MS“ sind nicht die Abkürzung für eine Yacht oder eine Kreuzfahrtschiff und auch Fenster (Windows) haben damit eher so gut wie gar nichts zu tun.
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Gemeint ist die Krankheit MS oder auch Multiple Sklerose (viele Entzündungen).
Da alle Menschen unterschiedlich sind und jeweils ihr eigenes Immunsystem haben, wirken sich die multiplen Entzündungen jeweils individuell auf die entsprechenden Personen aus.

Es gibt die unterschiedlichsten Verläufe der Krankheit – manche richtig heftig, manche relativ „unaufgeregt“, in verschiedenster Art und Weise. Daher ist diese Krankheit auch nicht wirklich in ein Raster zu pressen und die von der MS Betroffenen sowieso nicht – es ist quasi fast ein „Sammelbecken unterschiedlichster Symptome der unterschiedlichsten Ausprägung“.

Das macht es den Betroffenen umso schwerer, mit ihrer Krankheit an die Öffentlichkeit zu gehen, sich zu outen.
Zeitweise ist das aber auch in der Familie schon anstrengend, wenn man z.b. aufgrund von Fatigue-Beschwerden (abnorme Müdigkeit oder auch „die Batterie ist komplett leer“) als faul und träge abgestempelt wird.
Es fehlt alleine an der Kraft in solchen Momenten.
Oder wenn offensichtliche Beschwerden mit einem extremen Schwindelgefühl so gewertet werden, als ob man z.b. morgens um halb Zehn schon 3 Flaschen Schnaps (und die 4-5 Biere mal außer Acht gelassen) getrunken hätte.

Diese Aufzählung ließe sich endlos fortführen, von Konzentrationsstörungen, Schluckstörungen, Kribbeln in den Extremitäten, Spastiken, hämmernde Kopfschmerzen, Verdauungsproblemen und Depressionen ganz zu schweigen.

Und das sind nur einige der unsichtbaren Symptome dieser Krankheit.

Wenn dann jemand erstmal bei den sichtbaren Symptomen gelandet ist, reagiert die Mitwelt gleich wieder anders und tendiert oft zu Mitleidsbekundungen, übermäßigem Sich-Kümmern-Wollens oder aber auch zu völliger Ablehnung.

Natürlich – was in keine Schublade passt, ist für das menschliche Gehirn schwer zu bewerten und einzuschätzen.

Aber (und jetzt wird es wichtig 😜 ): egal, welche Krankheit, Laune, Sorgen, Missempfindungen jemand hat..
JEDER MENSCH ist es IMMER wert, sich mit ihm / ihr zu befassen – wenn man nicht zu viel Angst vor der eigenen Courage hat.
Denn Versuch macht ja bekanntlich kluch und daher lohnt es sich IMMER, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und die Unterschiedlichkeit der Menschheit zu entdecken..

Denn das Leben ist schön – TROTZ oder vielleicht manchmal sogar WEGEN einer Krankheit, die einen dazu bringt, sich seinen Körper, die Gedanken, die Gefühle und das nähere Umfeld genauer anzusehen.
Sozusagen eine zwangsweise Entschleunigung, die einen selbst wieder mehr in den Fokus rückt.

Denn erst wenn man sich selbst gut leiden kann, können die anderen einen gernhaben.
Daher macht das (für euch) beste aus jedweder Situation und geht mit Gelassenheit in den Tag.

Alles Liebe für alle 💖

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